290.000 Euro für ein Logo: Hessens teures Rebranding in der Kritik
Der Bund der Steuerzahler Hessen prüft derzeit das kürzliche Rebranding-Projekt der Landesregierung. Die neue Corporate Identity, die rund 290.000 Euro gekostet hat, steht wegen des hohen Preises in der Kritik. Gegner argumentieren, dass öffentliche Gelder in Zeiten finanzieller Belastung sorgsamer eingesetzt werden müssten.
Die Staatskanzlei bestätigte, dass die Entwicklung des aktualisierten visuellen Auftritts etwa 290.000 Euro verschlang. Kein anderes deutsches Bundesland oder eine kommunale Behörde hat in den letzten fünf Jahren vergleichbare Ausgaben für ein Rebranding gemeldet.
Joachim Papendick, Vorsitzender des Steuerzahlerbundes, hinterfragte den Zeitpunkt dieser Investition. Er betonte, dass Steuergelder stattdessen in grundlegende Leistungen wie Schulen, Straßen und Sicherheit fließen sollten – und nicht in Markenauftritt.
Obwohl der Verband die Notwendigkeit eines modernen Images anerkennt, fordert er Nachweise, dass der Nutzen die Kosten rechtfertigt. Sollten die Ausgaben als überzogen eingestuft werden, könnte das Projekt in der jährlichen Publikation "Die Schwarze Liste: Öffentliche Geldverschwendung" landen.
Die Untersuchung wird zeigen, ob das Rebranding einen echten Mehrwert für die Steuerzahler bietet. Ein negatives Urteil könnte das Vorhaben zu den größten Verschwendungen des Jahres zählen. Das Ergebnis könnte künftig Einfluss darauf haben, wie das Land Gelder für Designprojekte verteilt.






