17 June 2026, 17:12

AfD in Sachsen-Anhalt mit 40 Prozent – droht die CDU ihre Macht zu verspielen?

Kampagne in Sachsen-Anhalt

AfD in Sachsen-Anhalt mit 40 Prozent – droht die CDU ihre Macht zu verspielen?

Umfragen zufolge könnte die rechtsextreme AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im September stärkste Kraft werden. Aktuell wird der Partei ein Stimmenanteil von rund 40 Prozent prognostiziert. Unterdessen steht der Wahlkampf der CDU wegen ihrer unnachgiebigen Haltung zu möglichen Koalitionen in der Kritik.

Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) hat ausgeschlossen, unter seiner Führung AfD-Minister in eine Regierung aufzunehmen. Zudem bekräftigte er, dass seine Partei die Linke weiterhin von Regierungsverantwortung ausschließt. Seine strikte Orientierung an der antikommunistischen „Hufeisentheorie“ wird kritisiert, da sie die Position der AfD möglicherweise noch stärkt.

Die SPD in Sachsen-Anhalt wirbt im Wahlkampf mit dem Slogan „Erfahrung statt Experimente“. Kritiker werfen der Partei vor, damit die AfD als bloßes politisches Experiment abzutun, ohne selbst eine progressive Alternative anzubieten. Auch die Weigerung der CDU, ihre Unvereinbarkeitsbeschlüsse gegenüber der Linken zu überdenken, wird hinterfragt – schränkt sie doch die Koalitionsoptionen ein.

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Scheitern FDP und Grüne am Einzug in den Landtag, könnte die Bildung einer stabilen Regierung schwierig werden. Manche argumentieren, dass eine Koalition demokratischer Parteien effektiver wäre als komplizierte Minderheitsregierungen. Historische Beispiele wie die technokratische Regierung Italiens unter Mario Draghi zeigen, wie solche Konstruktionen die Politik entpolitisieren und ungewollte Folgen nach sich ziehen können.

Der Vorsprung der AfD erhöht den Druck auf die demokratischen Parteien, tragfähige Bündnisse zu schmieden. Die aktuelle Haltung der CDU verengt jedoch ihre Handlungsspielräume nach der Wahl. Beobachter warnen, dass instabile oder technokratische Regierungen rechtsextreme Bewegungen weiter beflügeln könnten.

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