30 March 2026, 06:15

Altkleidersammlung im Landkreis wird neu organisiert – was sich jetzt ändert

Ein weißes T-Shirt auf einer blauen Oberfläche neben einem schwarzen und aschfarbenen Kleiderordner mit mehreren Löchern.

Altkleidersammlung im Landkreis wird neu organisiert – was sich jetzt ändert

Landkreis Schmalkalden-Meiningen ändert Altkleidersammlung

Der Landkreis Schmalkalden-Meiningen stellt die Sammlung von Alttextilien um. Hintergrund sind erhebliche Störungen auf dem Markt für Textilrecycling. Die Behörden wollen die Dienstleistungen aufrechterhalten, müssen sich aber an steigende Kosten und sinkende Qualität der Spenden anpassen.

Jährlich werden im Landkreis rund 300 Tonnen Altkleider gesammelt. Die Einnahmen aus diesen Sammlungen halfen einst, die Abfallgebühren stabil zu halten. Doch aktuelle Marktprobleme – darunter Insolvenzen von Sortieranlagen und nachlassende Materialqualität – zwingen nun zum Umdenken.

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Im Rahmen des neuen Systems wurden bereits einige Sammelcontainer in Meiningen, Zella-Mehlis und Teilen des Hohe-Rhön-Gebiets entfernt. Die Zahl der unbeaufsichtigten Behälter wird reduziert, stattdessen konzentriert man sich auf zentrale, möglichst betreute Standorte. Ein bestätigter Standort ist das Recyclingzentrum in Kaltennordheim im Verwaltungsgemeinschaftsgebiet Hohe Rhön.

Bürger können nach wie vor saubere, tragbare Textilien wie Kleidung, Schuhe, Bettwäsche und Accessoires spenden. Auch Taschen, Gürtel, Mützen und Schals werden angenommen. Stark verschmutzte Kleidung, nasse Textilien, Teppiche, Matratzen und Hausmüll werden hingegen nicht mehr entgegengenommen. Elektronikgeräte, Kunststoffe und Papier gehören ebenfalls nicht in die Container. Die Behörden weisen darauf hin, keine Säcke oder Abfälle neben den Behältern abzulegen.

Weitere Anpassungen für das Hohe-Rhön-Gebiet werden noch diskutiert. Ob andere Thüringer Landkreise ähnliche Modelle übernehmen, ist bisher nicht bekannt.

Ziel der Änderungen ist es, Verunreinigungen zu reduzieren und die Qualität der gesammelten Materialien zu verbessern. Mit weniger unbeaufsichtigten Abgabestellen hofft der Landkreis, die Abläufe zu stabilisieren. Die Bürger erhalten nun klarere Richtlinien, was sie spenden dürfen – und was nicht.

Quelle