31 May 2026, 18:12

Atomfonds-Chefin fordert Aktien-Rente für alle – nach schwedischem Vorbild

Kenfo-Geschäftsführer plädiert für Aktienrente

Atomfonds-Chefin fordert Aktien-Rente für alle – nach schwedischem Vorbild

Anja Mikus, die Chefin des deutschen staatlichen Atomfonds Kenfo, setzt sich für eine stärkere Rolle von Aktien bei der Rentenreform ein. Sie argumentiert, dass eine stärkere Ausrichtung auf die Kapitalmärkte mehr Menschen helfen würde, ihre finanzielle Zukunft abzusichern. Ihre Vorschläge umfassen Änderungen bei der Finanzierung und Verwaltung von Renten im gesamten Land.

Mikus leitet Kenfo seit 2017 und verantwortet einen Fonds, der die Lagerung radioaktiver Abfälle aus den stillgelegten deutschen Atomkraftwerken finanziert. Mit einem verwalteten Vermögen von rund 26,5 Milliarden Euro muss der Fonds die Kosten bis zum Ende des Jahrhunderts decken.

Ihr jüngster Vorschlag zielt auf ein verpflichtendes aktienbasiertes Rentensystem ab, das alle Versicherten einschließt – selbst diejenigen mit geringen Beiträgen. Als funktionierendes Vorbild nennt sie den schwedischen Staatsfonds AP7 und schlägt vor, dass Deutschland ein ähnliches Modell übernehmen könnte.

Laut Mikus wächst die öffentliche Unterstützung für ein solches System, sobald dessen Vorteile sichtbar werden. Sie ist überzeugt, dass ein Umstieg auf kapitalgedeckte Renten, gestützt durch Aktien, mehr Stabilität und langfristiges Wachstum für Rentner bieten würde.

Mikus’ Plan soll das deutsche Rentensystem durch eine stärkere Einbindung marktbasierter Investitionen umgestalten. Falls die Reformen umgesetzt werden, könnten Millionen Menschen Zugang zu aktiengestützten Altersvorsorge erhalten. Der Erfolg ähnlicher Systeme im Ausland könnte die Herangehensweise der Politik an diese Frage beeinflussen.

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