Bäder warnt vor Verzögerungen bei der BAföG-Reform und blickt auf ihren Aufstieg zurück
Rebekka LangernBäder warnt vor Verzögerungen bei der BAföG-Reform und blickt auf ihren Aufstieg zurück
Forschungsministerin Dorothee Bäder äußert sich zu BAföG-Reform und eigenem Werdegang
In einem Interview Ende Mai 2023 sprach Dorothee Bäder, Bundesforschungsministerin, über die Finanzierung von Studierenden und äußerte Bedenken hinsichtlich möglicher Verzögerungen bei den geplanten Erhöhungen der BAföG-Leistungen. Dabei blickt die Ministerin auch auf ihren eigenen akademischen und politischen Werdegang zurück.
Geboren 1978, trat Bäder mit 14 Jahren der Schülerunion bei und wurde mit 16 Mitglied der CSU. Schon mit 23 Jahren zog sie in den Parteivorstand ein, ein Jahr später wurde sie als jüngste CSU-Abgeordnete in den Bundestag gewählt.
Ihr Studium der Politikwissenschaft in München absolvierte sie mit einem Stipendium der Hanns-Seidel-Stiftung. Später, am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin, sah sie sich aufgrund ihrer politischen Haltung mit Herausforderungen konfrontiert. Dennoch schloss sie ihr Studium 2006 mit der Note 1,5 ab – was in etwa einer Eins entspricht.
Im Gespräch betonte Bäder, dass Studierende in Deutschland „sehr privilegiert“ seien, da sie keine Studiengebühren zahlen müssten. Gleichzeitig verwies sie darauf, dass eine Nebentätigkeit während des Studiums wertvolle Lebens- und Berufserfahrung vermittle.
Die Koalition hatte zuvor beschlossen, die BAföG-Wohnpauschale von 380 auf 440 Euro anzuheben. Auch die allgemeinen Fördersätze sollten schrittweise steigen. Doch Bäder deutete an, dass einige Regierungsfraktionen diese Pläne möglicherweise nicht mehr mittragen.
Ihre Aussagen unterstreichen die Unsicherheit über die geplanten BAföG-Reformen. Bäders eigener schneller Aufstieg – von der Schüleraktivistin zur Ministerin – verleiht ihren Positionen zu Bildung und Arbeit zusätzliches Gewicht. Ihre Äußerungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Studierende auf die Bestätigung der versprochenen Erhöhungen warten.






