Baugewerbe schafft historische Ost-West-Lohngleichheit ab 2024
Historischer Tarifkompromiss: Baugewerbe schafft Ost-West-Lohngerechtigkeit
Die deutsche Bauwirtschaft hat eine bahnbrechende Einigung bei den Löhnen erzielt und damit jahrzehntelange Unterschiede zwischen Ost und West beseitigt. Das neue Abkommen führt das Prinzip "Ein Land, ein Lohn, ein Gehalt" ein – erstmals erhalten Beschäftigte bundesweit gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit.
Die dritte Stufe des Tarifvertrags 2024 trat in diesem Monat in Kraft. Demnach steigen die Löhne in Ostdeutschland um 5,3 Prozent – ein höherer Zuwachs als im Westen, wo die Erhöhung bei 3,9 Prozent liegt. Damit soll die seit der Wiedervereinigung bestehende Lohnlücke endlich geschlossen werden.
Die Branche beschäftigt bundesweit rund 920.000 Menschen, davon allein über 600.000 im Westen. Carsten Burckhardt, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft IG BAU, bezeichnete die Vereinbarung als "historischen Meilenstein" für mehr Gerechtigkeit. Der aktuelle Tarifvertrag gilt bis zum 31. März 2027.
Erstmals erhalten Bauarbeiter in Ost und West für gleiche Tätigkeiten denselben Lohn. Die Bezahlung im Osten wird damit an das Westniveau angeglichen – eine jahrzehntealte Spaltung wird damit überwunden. Die Reform steht für einen größeren gesellschaftlichen Wandel hin zu fairen Löhnen in der gesamten deutschen Arbeitswelt.






