02 April 2026, 08:16

Berlin kämpft mit steigender Messergewalt – AfD fordert mehr Transparenz vor Wahlen

Ein schildförmiges Polizeibadge mit der Aufschrift "Polizei Berlin" auf einem blauen Hintergrund, einem weißen Stern und einem weißen Rand, das auf einer Oberfläche liegt.

Berlin kämpft mit steigender Messergewalt – AfD fordert mehr Transparenz vor Wahlen

Messattacken in Berlin sind vor den anstehenden Wahlen zu einem zentralen politischen Thema geworden. Die rechtspopulistische AfD fordert mehr Transparenz und wirft der regierenden Koalition der Stadt vor, wichtige Details zu Gewaltverbrechen zu verschleiern. Unterdessen hat die Polizei neue Maßnahmen ergriffen, um die steigende Zahl von Angriffen einzudämmen – darunter Waffenverbotszonen.

2024 verzeichnete die Berliner Polizei 3.412 Messerangriffe, ein Anstieg von 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Von den 1.906 ermittelten Tatverdächtigen waren 56 Prozent Ausländer. Dennoch gehört Berlin zu den wenigen Bundesländern, in denen die Nationalität von Verdächtigen in Kriminalstatistiken nicht öffentlich ausgewiesen wird.

Die Berliner AfD hat eine Kampagne gestartet, um das Problem zu thematisieren, und eine Übersicht polizeilich erfasster Messerdelikte veröffentlicht. Ihre "Messer-App" dokumentiert Vorfälle, Verletzungen und Tatorte auf einer interaktiven Karte. Parteichefin Kristin Brinker warf der Koalition vor, die öffentliche Sicherheit zu vernachlässigen, und argumentierte, dass die Lücke zwischen Polizeieinsätzen und erfasster Kriminalstatistik auf mangelnde Transparenz hindeute.

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Die Linke kritisierte den Kurs der AfD scharf und warf der Partei vor, gezielt Angst zu schüren und fremdenfeindliche Stimmungen anzuheizen. Die Behörden reagierten unterdessen mit der Einrichtung von drei Waffenverbotszonen, in denen die Messerkriminalität um bis zu 45 Prozent zurückging. Gleichzeitig nahm jedoch die Schusswaffenkriminalität stark zu: 2025 stieg die Zahl der Waffendelikte um 68 Prozent.

Die AfD beharrt darauf, dass ihr Druck zu mehr Datentransparenz die Regierung zum Handeln zwingen werde. Offizielle Unterlagen nennen jedoch nur einen prominenten Fall – einen Angriff am Holocaust-Mahnmal im Februar 2025 – ohne umfassende Verurteilungsstatistiken für 2024.

Die Debatte um Messergewalt in Berlin dauert an, während die politischen Spannungen wachsen. Zwar zeigen die Polizeimaßnahmen in den Verbotszonen erste Erfolge, doch die Gesamtzahl gewalttätiger Straftaten – einschließlich Schusswaffendelikte – bleibt besorgniserregend hoch. Die Forderungen der AfD nach mehr Daten erhöhen den Druck auf die Koalition, doch Kritiker warnen, dass die Methoden der Partei die gesellschaftliche Spaltung vertiefen könnten.

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