Berlin plant Teilbebauung am Tempelhofer Feld – 21.000 Wohnungen möglich
Rebekka LangernBerlin plant Teilbebauung am Tempelhofer Feld – 21.000 Wohnungen möglich
Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegner prüft Pläne zur teilweisen Bebauung des Tempelhofer Felds. Die Vorschläge konzentrieren sich auf die Ränder der riesigen Freifläche, während der Großteil des Geländes unverändert bleiben soll. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass eine Mehrheit der Bevölkerung begrenzte Baumaßnahmen befürwortet, um die Wohnungsnot in der Stadt zu lindern.
2014 hatte ein Bürgerentscheid jeden Neubau auf dem ehemaligen Flughafenareal blockiert. Nun sieht ein neuer Plan vor, nur etwa ein Drittel der Fläche zu bebauen – rund 200 Hektar blieben gemäß dem Tempelhof-Gesetz geschützt. Eine Gruppe von Architekten hat Entwürfe für etwa 21.000 Wohnungen am Rand des Geländes vorgelegt.
Das Projekt soll Platz für über 50.000 Bewohner in mehr als 20.000 neuen Wohnungen bieten. Laut einer Umfrage unterstützen 59 Prozent der Berliner eine maßvolle Bebauung der Ränder, um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen. Die von Finanzsenator Stefan Evers geführte Landesregierung prüft nun, ob das Vorhaben finanziell tragbar ist.
Sollte der Plan genehmigt werden, wäre dies eine Abkehr vom Bauverbot von 2014. Die Stadt würde den Großteil des Tempelhofer Felds als Freifläche erhalten, während Tausende neue Wohnungen entstehen. Die Verantwortlichen müssen nun entscheiden, ob das Projekt weiterverfolgt wird.






