31 March 2026, 18:14

Berlin startet digitales Pilotverfahren für Bagatellklagen bis 10.000 Euro

Ein offenes altes Buch mit dem Titel "Berichte über ausgewahlte Fälle in den Gerichten von Westminster-Hall sowie die Meinung von John Lord Fortescue" mit sichtbarem schwarzem Tintentext auf der Seite.

Berlin startet digitales Pilotverfahren für Bagatellklagen bis 10.000 Euro

Berlin führt ein vollständig digitales Verfahren für Bagatellzivilstreitigkeiten ein. Ab dem 15. April testet das Amtsgericht Schöneberg ein Online-System für Zahlungsklagen bis zu 10.000 Euro. Ziel der Initiative ist es, Gerichtsverfahren zu beschleunigen und der Bevölkerung den Zugang zur Justiz zu erleichtern.

Justizsenator Felor Badenberg (CDU) brachte das neue digitale Verfahren für Zivilklagen auf den Weg. Das System ermöglicht es Klägern, Fälle digital einzureichen und zu verwalten, wodurch der Papierkram und persönliche Gerichtstermine reduziert werden. Zudem sollen Videoverhandlungen ausgebaut werden, um eine Teilnahme aus der Ferne zu ermöglichen.

Das Pilotprojekt konzentriert sich auf die effizientere Abwicklung von Streitigkeiten mit geringeren Streitwerten. Zwar gibt es in einigen deutschen Gerichten bereits ähnliche digitale Abläufe, doch ist unklar, wie viele Amtsgerichte vergleichbare Systeme nutzen. Die Verantwortlichen erhoffen sich von der Initiative kürzere Bearbeitungszeiten und eine vereinfachte Interaktion mit dem Justizsystem.

Die digitale Umstellung am Amtsgericht Schöneberg markiert einen Schritt zur Modernisierung von Zivilverfahren. Kläger profitieren von schnelleren Anträgen und weniger Präsenzterminen. Bei Erfolg könnte das Modell bundesweit übernommen werden.

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