28 April 2026, 00:19

BNM fordert radikale Wende in Energie- und Verkehrspolitik für mehr Elektromobilität

Elektrische Ladestation für Fahrzeuge auf einem Parkplatz mit umgebenen Infrastruktur, Grünflächen und einer Brücke im Hintergrund bei bewölktem Himmel.

BNM fordert radikale Wende in Energie- und Verkehrspolitik für mehr Elektromobilität

Bundesverband Neue Mobilität (BNM) fordert Reform der Energie- und Verkehrspolitik

Der Bundesverband Neue Mobilität (BNM) hat die Bundesregierung aufgefordert, ihre Energie- und Mobilitätspolitik grundlegend zu reformieren. In einem Katalog von Forderungen verlangt der Verband eine stärkere Förderung rein batterieelektrischer Fahrzeuge, einen beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien sowie fairere Ladekosten für alle Nutzer:innen. Die Vorschläge kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Deutschland weiterhin mit Energiekrise und steigenden Preisen kämpft.

Der BNM argumentiert, dass der Umstieg auf elektrische Lösungen die wirtschaftliche Stabilität verbessern, die Abhängigkeit von globalen Rohstoffmärkten verringern und die langfristige Energieunabhängigkeit sichern werde. Kernpunkt der Forderungen ist das Ende der Subventionen für Hybridfahrzeuge. Stattdessen soll die Politik sich vollständig auf batterieelektrische Antriebe konzentrieren. Zudem pocht der Verband auf eine schnellere Expansion der erneuerbaren Energien und Speicherkapazitäten – beides sei entscheidend für eine stabile und nachhaltige Energieversorgung.

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Als Beleg für die Vorteile von Erneuerbaren und Elektromobilität verweist der Verband auf die aktuelle Energiekrise. Thomas Mertens, technischer Vorstand des BNM, betonte, dass elektrische Lösungen Deutschland von unberechenbaren Preisschwankungen auf den globalen Rohstoffmärkten befreien könnten. Strom sei mittlerweile zentral für Wirtschaftswachstum, Versorgungssicherheit und nationale Unabhängigkeit.

Der BNM fordert zudem eine Angleichung der Preise an öffentlichen und privaten Ladestationen. Mieter:innen und Beschäftigte sollen ein gesetzlich verankertes Recht auf Ladeinfrastruktur erhalten. Weitere zentrale Punkte sind ein dauerhaftes Umweltprämienprogramm für Benzin- und Dieselfahrzeuge sowie ein Verbot von Verbrenner-Neuzulassungen im öffentlichen Sektor.

Kritik übt der Verband an Paragraf 14a des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG), der unnötige Hardware-Kosten erzwingen könnte, obwohl digitale Alternativen verfügbar seien. Anja Quast, Geschäftsführerin des BNM, argumentierte, dass die Energiewende nicht nur mehr Ausbau, sondern vor allem klügere Regulierung brauche, um erfolgreich zu sein.

Mit seinen Vorschlägen will der BNM die deutsche Energie- und Verkehrspolitik stärker auf Elektrifizierung ausrichten. Würden die Pläne umgesetzt, fielen Hybrid-Subventionen weg, erneuerbare Energien würden gefördert und der Zugang zu Ladestationen fairer gestaltet. Der Verband sieht darin notwendige Schritte, um Kosten zu senken, die Versorgungssicherheit zu erhöhen und die Abhängigkeit von volatilen Weltmärkten zu reduzieren.

Quelle