Bonner Polizei startet Großoffensive für mehr Verkehrssicherheit an Grundschulen
Dorit GierschnerBonner Polizei startet Großoffensive für mehr Verkehrssicherheit an Grundschulen
Die Bonner Polizei hat ihre Bemühungen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit – insbesondere für Radfahrer und junge Verkehrsteilnehmer – intensiviert. Im Rahmen einer Präventionskampagne besuchten Beamte kürzlich sieben Grundschulen, um Kindern die wichtigsten Regeln für sicheres Radfahren zu vermitteln. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund einer Zunahme von Unfällen mit besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmern in der Stadt.
Allein im Jahr 2025 waren in Bonn 851 Radfahrer und E-Bike-Nutzer in Unfälle verwickelt, die in den Zuständigkeitsbereich der Bonner Polizei fielen. Darunter befanden sich 229 Fahrer motorisierter Zweiräder sowie 129 E-Scooter-Nutzer. Die Behörden nennen Ablenkung im Straßenverkehr – etwa durch Smartphone-Nutzung oder das Tragen von Kopfhörern – als eine der Hauptursachen für Zusammenstöße. Eine weitere häufige Gefahr entsteht, wenn Autofahrer Radfahrer beim Abbiegen übersehen.
Bei einer aktuellen Verkehrskontrolle überprüfte die Polizei über 2.700 Fahrzeuge auf Geschwindigkeitsüberschreitungen; 125 Fahrer wurden dabei mit zu hohem Tempo erwischt, besonders in Schulnähe. Zudem registrierten die Beamten mehr als 200 Verkehrsverstöße von Radfahrern und 141 von anderen Verkehrsteilnehmern. Zu den häufigsten Risikofaktoren zählen überhöhte Geschwindigkeit, Alkohol- oder Drogenkonsum am Steuer sowie das Nicht-Tragen von Helmen.
Um diesen Problemen entgegenzuwirken, setzt die Polizei auf Aufklärung: Schulkinder erhielten Unterricht in sicherem Radfahren, während Autofahrer an die Bedeutung einer funktionierenden Beleuchtung und Schutzkleidung erinnert wurden. Ziel der Kampagne ist es, durch Sensibilisierung aller Verkehrsteilnehmer die Unfallzahlen zu senken. Die Beamten werden besonders risikoreiche Bereiche – vor allem in Schulnähe – weiter im Blick behalten. In den kommenden Monaten sind zusätzliche Kontrollen und Aufklärungsmaßnahmen geplant.






