Brandenburg stockt Führung in Innen- und Gesundheitsministerium auf
Die Landesregierung Brandenburgs baut ihre Führung in Schlüsselressorts mit neuen Personalentscheidungen aus. Innenminister Jan Redmann (CDU) und Gesundheitsminister René Wilke (SPD) erhalten jeweils einen zweiten Staatssekretär. Die Ernennungen folgen auf jüngste Strukturänderungen und Koalitionsvereinbarungen in der Landesverwaltung.
Ministerpräsident Dietmar Woidke wird Jörg Treffke und Friederike Haase am Dienstag nach der Kabinettssitzung offiziell in ihre Ämter berufen. Treffke wird als zweiter Staatssekretär ins Innenministerium wechseln und bringt Erfahrung aus seiner bisherigen Tätigkeit als Leiter für Sicherheit und Spionageabwehr beim Verfassungsschutz mit. Seine Berufung unterstreicht die wachsende Bedeutung von Sicherheitsaufgaben im Ressort.
Friederike Haase, bisher Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium, übernimmt dieselbe Funktion im Ministerium für Gesundheit und Soziales. Die SPD-Fraktion hatte zuvor infrage gestellt, ob Gesundheitsminister Wilke angesichts der breiten Aufgaben seines Hauses zusätzliche Unterstützung benötige. Mittlerweile verteidigt die SPD im Landtag die Entscheidung jedoch mit Verweis auf die hohe Arbeitsbelastung.
Die Zahl der Staatssekretäre im Innenministerium hat sich in den vergangenen fünf Jahren verdoppelt – von zwei auf vier. Andere Ressorts zeigen unterschiedliche Entwicklungen: Während das Finanzministerium stabil bei drei bleibt, wurde im Bildungsministerium die Zahl von drei auf zwei reduziert. Die Anpassungen gehen auf Strukturreformen und die Politik der rot-roten Koalition seit 2024 zurück.
Stellvertretender Ministerpräsident Redmann wird künftig zwei Staatssekretäre unter sich vereinen. Die Aufstockung entspricht dem Kurs der Landesregierung, zentrale Verwaltungsbereiche zu stärken.
Die Ernennungen von Treffke und Haase treten nach der Kabinettssitzung in Kraft. Beide Ministerien erhalten damit zusätzliche Führungskraft, was die sich wandelnden Prioritäten des Landes widerspiegelt. Die Veränderungen fügen sich in eine gezielte Expansion der brandenburgischen Regierungsstruktur ein.






