Brandenburger Grundschule wird trotz AfD-Widerstand "Courage-Schule"
Rebekka LangernBrandenburger Grundschule wird trotz AfD-Widerstand "Courage-Schule"
Die Grundschule Bestensee in Brandenburg wird Teil des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Der Beschluss erfolgte nach einer Abstimmung, bei der 78 Prozent der teilnehmenden Mitglieder für den Beitritt stimmten. Eine hohe Wahlbeteiligung von 92 Prozent sorgte dafür, dass das Ergebnis die erforderliche 70-Prozent-Hürde für die Zustimmung erreichte.
Die Pläne der Schulleitung, dem Netzwerk beizutreten, stießen zunächst auf Widerstand einer Elterninitiative. Deren Gründer, ein Mitglied der rechtspopulistischen „Alternative für Deutschland“ (AfD), warf dem „Courage-Netzwerk“ vor, gegen die Pflicht zur Neutralität zu verstoßen. Trotz dieser Bedenken wiesen sowohl die Schule als auch die Bildungsbehörde die Einwände zurück.
Der Initiator hat nun rechtliche Schritte eingeleitet. Eine Klage gegen die Bildungsbehörde wurde eingereicht, mit dem Ziel, gerichtlich eine Entscheidung über einen Antrag auf aufsichtsrechtliches Einschreiten gegen die Zusammenarbeit der Schule mit dem Netzwerk zu erzwingen.
Bildungsminister Gordon Hoffmann besuchte die Schule, um seine Unterstützung für das Vorhaben der Schulleitung zu bekunden. Seine Anwesenheit unterstrich die Rückendeckung der Landesregierung für das Programm.
Das Abstimmungsergebnis besiegelt die Teilnahme der Schule am Netzwerk. Über die rechtliche Auseinandersetzung ist noch nicht entschieden, doch Schule und Bildungsbehörde haben die Vorwürfe der Initiative bereits zurückgewiesen. Die Grundschule Bestensee wird nun als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ weiterarbeiten.






