02 April 2026, 18:15

Brandenburgs Spargelbauern kämpfen mit Rekordkosten und Importdruck

Altes Buch mit einer detaillierten Karte der Brandenburg-Region Deutschlands auf einem schwarzen Hintergrund, einschließlich geografischer Merkmale wie Flüsse, Berge und Städte, begleitet von beschreibendem Text.

Brandenburgs Spargelbauern kämpfen mit Rekordkosten und Importdruck

Die Spargelsaison in Brandenburg hat offiziell begonnen – die ersten frischen Stangen wurden kurz vor Ostern in Beelitz geerntet. Die Landwirte rechnen in diesem Jahr mit einer guten Ernte, doch steigende Kosten und Konkurrenz durch Importware setzen die heimischen Produzenten unter Druck.

Die Preise lagen zum Saisonstart hoch zwischen 15 und 18 Euro pro Kilogramm, doch mit zunehmender Verfügbarkeit werden sie voraussichtlich auf 10 bis 12 Euro pro Kilogramm fallen. Jürgen Jakobs, Vorsitzender des Beelitzer Spargelvereins, zeigt sich dennoch optimistisch: Die Nachfrage bleibe stark, und die Kundeninteresse sei ungebrochen.

Doch die steigenden Ausgaben belasten die Bauern von mehreren Seiten. Die jüngste Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland hat die Lohnkosten in die Höhe getrieben, während die explodierenden Dieselpreise – bedingt durch die Spannungen im Iran – allein auf Jakobs' Hof alle zehn Tage 5.000 Euro zusätzliche Kosten verursachen. Gleichzeitig drücken Supermarktketten die Preise, was es den Erzeugern erschwert, die Mehrkosten auszugleichen.

Die Anbauflächen in Brandenburg sind in den vergangenen Jahren deutlich geschrumpft: Von rund 1.200 Hektar im Jahr 2020 auf voraussichtlich unter 900 Hektar bis 2025. Als Gründe nennen die Landwirte explodierende Produktionskosten, Arbeitskräftemangel, niedrige Erzeugerpreise und Klimarisiken wie Dürren. Hinzu kommen der hohe manuelle Arbeitsaufwand und zunehmende Wildschäden.

Zudem macht den deutschen Spargelbauern billige Konkurrenz aus dem Ausland zu schaffen – vor allem aus Spanien, Mexiko und Griechenland. Trotz dieser Herausforderungen ernteten Brandenburgs Landwirte im vergangenen Jahr fast 19.000 Tonnen Spargel.

Die Aussichten für die laufende Saison bleiben gemischt: Zwar bleibt die Nachfrage stabil, doch sinkende Preise und steigende Kosten könnten die Gewinnmargen weiter schmälern. Die langfristige Zukunft der Branche hängt davon ab, ob es gelingt, die Ausgaben zu kontrollieren und sich gegen ausländische Anbieter zu behaupten.

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