Brandenburgs SPD-CDU-Koalition verliert dramatisch an Rückhalt – AfD auf Rekordhoch
Dorit GierschnerBrandenburgs SPD-CDU-Koalition verliert dramatisch an Rückhalt – AfD auf Rekordhoch
Eine neue Umfrage zeigt verschobene politische Unterstützung in Brandenburg. Die regierende SPD-CDU-Koalition kämpft mit geringer Zustimmung, während die Oppositionsparteien gemischte Trends aufweisen. Die AfD liegt mit einem Rekordhoch in der Wahlabsicht vorn.
Würde jetzt gewählt, kämen SPD und CDU auf 22 bzw. 12 Prozent. Nach knapp 100 Tagen im Amt weist ihre Koalitionsregierung eine Ablehnungsquote von 62 Prozent auf. Nur 28 Prozent der Bürger sind mit ihrer Arbeit zufrieden.
Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) genießt persönlich die Unterstützung von 46 Prozent der Bevölkerung. 57 Prozent sind der Meinung, er solle bis zur Wahl 2029 im Amt bleiben. Gleichzeitig zweifeln jedoch 62 Prozent daran, dass die Regierung die Bildungspolitik verbessern wird.
In der Umfrage erreicht die AfD 37 Prozent – den höchsten je in Brandenburg gemessenen Wert. Die Linke läge bei 12 Prozent und könnte drei Punkte hinzugewinnen. Die Grünen kämen auf 6 Prozent und würden leicht zulegen. Die Sahra-Wagenknecht-Allianz (BSW) fällt dagegen auf 4 Prozent zurück und riskiert den Einzug in den Landtag, da sie unter der Fünf-Prozent-Hürde liegt.
Die Erhebung unterstreicht die Schwierigkeiten der Koalition und die wachsende Stärke der AfD. Die niedrigen Zufriedenheitswerte der SPD-CDU-Regierung stehen im Kontrast zu Woidkes persönlicher Beliebtheit. Mehrere Parteien blicken angesichts der anstehenden Wahl einer ungewissen Zukunft entgegen.
