Bronzeskulpturendiebstähle in Rostock: LKA fasst mutmaßlichen Hehler nach jahrelanger Serie
Vesna DöhnBronzeskulpturendiebstähle in Rostock: LKA fasst mutmaßlichen Hehler nach jahrelanger Serie
Serie von Bronzeskulpturendiebstählen auf dem Rostocker Neuen Friedhof nach monatelangen Ermittlungen aufgeklärt
Nach langwierigen Ermittlungen ist eine Serie von Diebstählen wertvoller Bronzeskulpturen auf dem Neuen Friedhof Rostock aufgeklärt worden. Das Landeskriminalamt Berlin (LKA) nahm Mitte Mai 2025 einen 55-jährigen Mann fest. Unter den gestohlenen Objekten befanden sich großformatige Bronzeplastiken mit einem geschätzten Gesamtschaden von 37.500 Euro.
Zwischen Februar und April 2025 hatten Unbekannte auf dem Rostocker Friedhof mehrere Bronzeskulpturen entwendet, darunter einen bronzenen Engel sowie zwei über einen Meter große und bis zu 100 Kilogramm schwere Frauenfiguren. Drei der gestohlenen Kunstwerke konnten die Ermittler später sichern.
Bei der LKA-Aktion wurden rund 40 Bronzeskulpturen sowie weitere Statuen, Reliefs und historische Zaunelemente beschlagnahmt. Die Behörden verdächtigen den 55-Jährigen aus Berlin, Teil eines überregionalen Diebesnetzwerks zu sein. Die Staatsanwaltschaft prüft seine mutmaßliche Beteiligung an gewerbsmäßiger Bandendiebstahl und Hehlerei seit mindestens 2018.
Die Ermittlungen laufen weiter, um die Herkunft weiterer gestohlener Objekte zu klären und mögliche Mittäter zu identifizieren. Unter den sichergestellten Stücken befinden sich auch Kunstwerke, die vermutlich aus mehreren Regionen Deutschlands stammen.
Der Festgenommene steht im Verdacht, in eine organisierte Diebesbande verwickelt zu sein. Die geborgenen Skulpturen – darunter auch die aus Rostock – werden nun auf eine mögliche Restaurierung geprüft. Wie viele weitere gestohlene Kunstwerke aus anderen Städten noch vermisst werden, ist bisher unklar.






