Bundestagsabgeordnete erhalten 2026 bis zu 500 Euro mehr – doch nicht alle sind einverstanden
Vesna DöhnBundestagsabgeordnete erhalten 2026 bis zu 500 Euro mehr – doch nicht alle sind einverstanden
Abgeordnete des Deutschen Bundestags sollen 2026 eine Gehaltserhöhung von etwa 500 Euro monatlich erhalten. Damit würde ihr Bruttogehalt auf rund 12.330 Euro steigen. Doch nicht alle politischen Gruppen sind sich einig, ob diese automatische Anpassung tatsächlich umgesetzt werden sollte.
Die geplante Erhöhung folgt einem bestehenden Mechanismus, der die Bezüge der Parlamentarier an die allgemeine Lohnentwicklung koppelt. Steffen Bilger von der CDU erklärte, dieses System sorge dafür, dass die Gehälter die wirtschaftliche Gesamtlage widerspiegeln. Dirk Wiese von der SPD fügte hinzu, dass dieselbe Regelung 2021 sogar zu einer Gehaltskürzung geführt habe.
Auch die Grünen unterstützen den aktuellen Ansatz. Helge Limburg argumentierte, dass jede Änderung gut begründet sein müsse. Transparenz und Rechenschaftspflicht seien zentrale Argumente für die Beibehaltung der automatischen Anpassung.
Gegen die Erhöhung sprechen sich sowohl die AfD als auch die Linke aus. Bernd Baumann von der AfD lehnt das automatische System seit Langem ab und fordert dessen Abschaffung. Ina Latendorf von der Linken lehnt ebenfalls die für 2026 geplante Anpassung ab und plädiert für ein anderes Modell bei der Festlegung der Abgeordnetenbezüge.
Die Gehaltsanpassung wird vorgenommen, sofern die Abgeordneten nicht über eine Änderung des Systems abstimmen. CDU/CSU, SPD und Grünen befürworten derzeit den bestehenden Mechanismus, während AfD und Linke ihn entschieden ablehnen. Die Debatte zeigt, wie unterschiedlich die Vorstellungen darüber sind, wie die Vergütung von Parlamentariern geregelt werden sollte.






