CDU-Politiker Amthor fordert klarere feministische Haltung seiner Partei
Dorit GierschnerCDU-Politiker Amthor fordert klarere feministische Haltung seiner Partei
CDU-Politiker Philipp Amthor hat seine Partei aufgefordert, in der Feminismusdebatte eine klarere Haltung einzunehmen. Er warnte davor, dass die Gleichstellung der Geschlechter nicht allein linken Gruppen überlassen werden dürfe. Seine Äußerungen zielten auch auf die wachsende Einflussnahme der rechtspopulistischen AfD auf die gesellschaftliche Diskussion ab.
Amthor betonte, dass sich Männer aktiv für Gleichberechtigung einsetzen müssten. Die CDU und ihre Bundestagsfraktion hätten bereits eine deutliche Position in dieser Frage, so der Abgeordnete. Gleichzeitig kritisierte er, dass Frauen in der Öffentlichkeit oft anders bewertet würden als Männer: Während bei Männern vor allem ihre Argumente zählten, stünden Frauen häufiger wegen ihres Äußeren im Fokus.
Trotz seines Engagements für Gleichstellung lehnt Amthor geschlechtergerechte Sprache in Behörden weiterhin ab. Zudem warnte er davor, bereits erreichte Fortschritte in der Gleichstellungspolitik zu gefährden – eine indirekte Kritik an der AfD, die er als Bedrohung für diese Entwicklungen sieht.
Amthors Forderung spiegelt den Druck wider, mit dem die CDU sich stärker in feministischen Themen positionieren soll. Seine Haltung steht dabei im Kontrast zu seiner Ablehnung geschlechterneutraler Formulierungen im offiziellen Sprachgebrauch. Die Debatte dreht sich nun darum, wie die Partei diese widersprüchlichen Standpunkte in Zukunft vereinen will.






