Dermapharm kauft 4,3 Millionen eigene Aktien zurück – doch die Nachfrage übertrifft das Angebot
Vesna DöhnDermapharm kauft 4,3 Millionen eigene Aktien zurück – doch die Nachfrage übertrifft das Angebot
Dermapharm startet Aktienrückkaufprogramm über bis zu 4,3 Millionen eigene Anteile
Der Pharmakonzern Dermapharm hat ein Rückkaufprogramm gestartet, um bis zu 4,3 Millionen eigene Aktien zurückzuerwerben. Der Schritt erfolgt, nachdem der Aktienkurs des Unternehmens seit fast drei Jahren seitwärts tendiert – trotz eines Höchststands während der Pandemie. Aktionären wurde ein Preis von 42 Euro pro Aktie geboten, was einem Aufschlag von 10 Prozent auf den jüngsten Börsenkurs entspricht.
Die deutsche Pharmagruppe ging 2018 an die Börse, wobei Gründer Wilhelm Beier nahezu 80 Prozent der Anteile hielt. Im Laufe der Zeit wuchs das Unternehmen durch strategische Übernahmen, darunter Strathmann, Allergopharma, Arkopharma, C3 und Mucos. Zum Portfolio gehören zudem Anton Hübner, Euromed sowie eine Beteiligung an Wellster Healthtech.
Auf seinem Höhepunkt erreichte der Dermapharm-Kurs 2021 einen Wert von 90 Euro, angetrieben durch die Beteiligung an der Abfüllung des COVID-19-Impfstoffs von BioNTech. Seitdem kämpft die Aktie jedoch darum, wieder an Dynamik zu gewinnen. Mit dem Rückkauf will das Unternehmen den Kurs nach einer längeren Phase der Stagnation stabilisieren.
Das Angebot stieß auf großes Interesse: Rund 4,8 Millionen Aktien wurden eingereicht – mehr als die geplante Rückkaufmenge. Daher erhalten die Aktionäre eine anteilige Zuteilung. Unterdessen sieht sich die Reimport-Tochter Axicorp des Konzerns mit aktuellen operativen Herausforderungen konfrontiert.
Das Rückkaufprogramm stellt für Dermapharm einen bedeutenden Schritt dar und zielt auf knapp 8 Prozent des Grundkapitals ab. Durch die Stützung des Aktienkurses will das Unternehmen das Vertrauen der Anleger stärken. Die endgültige Zuteilung an die Aktionäre wird in den kommenden Wochen festgelegt.






