16 March 2026, 16:17

Deutsche Bahn droht mit Streichungen von Zugverbindungen in Bayern wegen maroder Gleise

Eine alte Karte des Basel-Strasburg-Gebiets in Deutschland, die den Verlauf der Eisenbahnlinie anzeigt.

Marode Bahn: Zugstreichungen in der Diskussion - Deutsche Bahn droht mit Streichungen von Zugverbindungen in Bayern wegen maroder Gleise

Deutsche Bahn könnte Zugverbindungen in ganz Bayern streichen – wegen maroder Infrastruktur

Die Deutsche Bahn erwägt, Zugverbindungen in Bayern großflächig einzustellen, da das Schienennetz in der Region zunehmend veraltet und sanierungsbedürftig ist. Welche Strecken betroffen sein könnten, steht noch nicht fest – Details will das Unternehmen jedoch bis nächste Woche bekannt geben. Bereits abgelehnt wurde von der Landesregierung ein großer Stilllegungsplan für das Jahr 2028.

Die möglichen Streichungen wurden nach einem Gespräch zwischen der Deutschen-Bahn-Chefin Evelyn Palla und dem CSU-Verkehrsexperten Jürgen Baumgärtner öffentlich. Eine endgültige Entscheidung steht zwar noch aus, doch prüft das Unternehmen derzeit Einschnitte im Fahrplan, da Teile des bayerischen Schienennetzes in desolatem Zustand sind.

Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) betonte, er wolle Streckensperrungen nach Möglichkeit vermeiden. Bereits hatte er Pläne der Bahn abgeblockt, die Strecke München–Rosenheim monatelang im Jahr 2028 komplett zu schließen. Unvermeidbar sind jedoch einige Einschränkungen: So wird die Verbindung München–Buchloe für fünf Monate vollständig gesperrt, um Modernisierungsarbeiten durchzuführen.

Doch die Probleme beschränken sich nicht auf Einzelstrecken – das gesamte Schienennetz leidet unter jahrelanger Vernachlässigung. Palla sprach von einem "Projekt der nächsten zehn Jahre", da Sanierungsarbeiten bis 2036 andauern werden. Die Grünen fordern die Staatsregierung auf, die Mittel deutlich aufzustocken, und warnen, dass das System dringend Investitionen benötige, um den Rückstau aufzuarbeiten.

Eine offizielle Stellungnahme der Deutschen Bahn zu möglichen Streichungen soll noch diese oder spätestens nächste Woche folgen. Die Sperrung der Strecke München–Buchloe steht bereits fest, andere Verbindungen könnten vorübergehend ausfallen. Da die Reparaturen bis 2036 andauern, müssen Fahrgäste in den kommenden Jahren mit weiteren Beeinträchtigungen rechnen.

Quelle