Deutsche Bahn droht Pünktlichkeitskollaps ohne Milliardenhilfe bis 2030
Vesna DöhnDeutsche Bahn droht Pünktlichkeitskollaps ohne Milliardenhilfe bis 2030
Die Deutsche Bahn hat gewarnt, dass ihre Züge die Pünktlichkeitsziele ohne dringend benötigte Zusatzmittel verfehlen werden. Unternehmenschefin Evelyn Palla fordert Milliardeninvestitionen, um das Schienennetz zu erhalten und zu modernisieren. Die aktuellen Pläne der Regierung, so Palla, würden die Verspätungen bis 2029 noch weiter verschärfen.
Mit den bisher vorgesehenen Bundesmitteln rechnet die Deutsche Bahn damit, dass die Pünktlichkeit bis Ende des Jahrzehnts auf unter 60 Prozent sinkt – deutlich unter dem für 2029 gesetzten Ziel von 70 Prozent. Palla betont, dass sich die Lage ohne eine erhebliche Finanzspritze weiter verschlechtern werde.
Ein zusätzlicher Betrag von 13 Milliarden Euro könnte dem Unternehmen helfen, die 70-Prozent-Marke zu erreichen. Falls die Regierung diese Summe noch einmal aufbringt, könnte sich die Pünktlichkeit um weitere fünf Prozentpunkte verbessern. Die insgesamt erforderlichen Investitionen bis 2030 belaufen sich damit auf mindestens 13 Milliarden Euro.
Pallas Forderungen kommen zu einer Zeit, in der das Schienennetz unter wachsendem Druck durch Verspätungen und veraltete Infrastruktur steht. Die Chefin hat deutlich gemacht, dass ohne sofortiges Handeln die Fahrgäste weiterhin mit einer Verschlechterung des Service rechnen müssen.
Die Warnung der Deutschen Bahn unterstreicht die finanzielle Belastung des deutschen Bahnsystems. Ohne die zusätzlichen 13 Milliarden Euro wird die Pünktlichkeit voraussichtlich bis 2030 auf unter 60 Prozent fallen. Die nächste Förderentscheidung der Regierung wird zeigen, ob das 70-Prozent-Ziel überhaupt noch erreichbar ist.






