07 June 2026, 02:12

DGB fordert verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für alle Beschäftigten

Rentenreform: DGB-Chef Fahimi fordert verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer mit Arbeitgeberzuschuss

DGB fordert verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für alle Beschäftigten

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) setzt sich für eine verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein. Mit dem Vorstoß soll eine Lücke geschlossen werden, die derzeit rund 20 Millionen Beschäftigte betrifft, die über keine solche Absicherung verfügen. DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi besteht darauf, dass Arbeitgeber sich an den Kosten beteiligen müssen – statt die Last allein den Beschäftigten aufzubürden.

Fahimi argumentiert, das aktuelle System lasse zu viele Menschen ohne ausreichende Altersabsicherung zurück. Die Mehrheit der Betroffenen arbeite in Betrieben, die nicht von Tarifverträgen erfasst sind. Um dies zu ändern, plant der DGB, die betriebliche Altersvorsorge über branchenweite Vereinbarungen auszuhandeln, um eine breitere Abdeckung zu gewährleisten.

Bis Ende des Monats wird der DGB konkrete Vorschläge für verpflichtende Modelle vorlegen. Fahimi räumt ein, dass es aufgrund der wirtschaftlichen Lage Widerstand geben könnte, betont jedoch die Fairness des Plans. Sie verweist auf andere europäische Länder, in denen die verpflichtenden Beiträge oft 20 Prozent oder mehr betragen – wobei Arbeitgeber in der Regel den größeren Anteil übernehmen.

Das DGB-Konzept sieht vor, dass Arbeitgeber Zusatzrenten mitfinanzieren. Für nicht tarifgebundene Unternehmen könnte ein niedrigschwelliger Zugang zu bestehenden Systemen geschaffen werden. Fahimi ist überzeugt, dass dieser Ansatz die Verantwortung gerecht verteilt, ohne die Beschäftigten übermäßig zu belasten.

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Der Plan des DGB würde die betriebliche Altersvorsorge auf Millionen ausweiten, die bisher leer ausgehen. Arbeitgeber und Arbeitnehmer würden gemeinsam einzahlen – ähnlich wie in weiten Teilen Europas. Wird das Modell umgesetzt, könnte es die Altersabsicherung für einen erheblichen Teil der deutschen Beschäftigten grundlegend verändern.

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