Die Linke wächst auf über 126.000 Mitglieder – und wird jünger und weiblicher
Rebekka LangernDie Linke wächst auf über 126.000 Mitglieder – und wird jünger und weiblicher
Die Linke hat vor der offiziellen Bekanntgabe an diesem Mittwoch ihre neuesten Mitgliederzahlen veröffentlicht. Die Partei zählt nun 126.379 Mitglieder und verzeichnet damit ein deutliches Wachstum in den letzten Monaten. Diese Zahlen markieren eine bedeutende Wende nach einer Phase des Rückgangs und innerparteilichen Umbruchs.
Ende 2023 hatte die Partei nach dem Austritt der prominenten Politikerin Sahra Wagenknecht nur noch 50.800 Mitglieder. Bis zum Herbst des vergangenen Jahres hatte sich die Mitgliederzahl jedoch mehr als verdoppelt und lag bei über 123.000. Seitdem hat sich das Wachstumstempo im Vergleich zu den früheren Zuwächsen allerdings verlangsamt.
Das Durchschnittsalter der Mitglieder ist von 45 Jahren im Jahr 2024 auf nun knapp unter 39 Jahre gesunken. Der Frauenanteil liegt derzeit bei fast 45 Prozent – ein Anstieg gegenüber 40 Prozent im Vorjahr. Die Parteivorsitzende Ines Schwerdtner hat Pläne vorgelegt, um neue Mitglieder stärker in die inhaltliche Ausrichtung der Partei einzubinden und das Angebot an Schulungsprogrammen auszubauen.
Zudem strebt die Partei an, bis 2027 ein neues Grundsatzprogramm zu verabschieden, das Teil ihrer weiteren Entwicklung sein soll.
Mit 126.379 Mitgliedern hat Die Linke ihren Tiefstand von Ende 2023 deutlich hinter sich gelassen. Mit einer jüngeren und geschlechtergerechteren Basis setzt die Partei nun auf mehr Beteiligung und die Weiterentwicklung ihrer politischen Positionen. Die neuen Zahlen werden am Mittwoch offiziell veröffentlicht.






