Die Linke wählt neuen Co-Chef – Spannungen und Reformen im Fokus des Parteitags
Rebekka LangernDie Linke wählt neuen Co-Chef – Spannungen und Reformen im Fokus des Parteitags
Die Linke hat am Freitag in Potsdam ihren Bundesparteitag eröffnet. Die dreitägige Veranstaltung steht im Zeichen der Wahl eines neuen Co-Vorsitzenden, der an der Seite von Ines Schwerdtner agieren soll. Die Delegierten werden zudem über zentrale Themen diskutieren, darunter Außenpolitik und Reformen innerhalb der Partei.
Der Parteitag findet in einer Phase des Wachstums statt: Die Mitgliederzahlen sind deutlich gestiegen, wobei besonders junge und weibliche Unterstützer hinzugewonnen wurden. Diese Entwicklung hat jedoch auch Spannungen zwischen langjährigen Mitgliedern und den Neuzugängen ausgelöst.
Jan van Aken war kürzlich als Co-Vorsitzender zurückgetreten und hatte gesundheitliche Gründe angeführt. Er betonte, dass sein Rücktritt kein Anlass zur Sorge sei. Bisher hat nur der Bundestagsabgeordnete Luigi Pantisano seine Kandidatur für die Nachfolge bekannt gegeben.
Pantisano strebt an, mindestens 70 Prozent der Delegiertenstimmen auf sich zu vereinen. Zudem wird über einen Vorschlag debattiert, die Diäten von Abgeordneten zu begrenzen. Ein Antrag sieht vor, dass gewählte Vertreter überschüssige Einkünfte in einen sozialen Parteifonds spenden. Erwartet werden auch kontroverse Diskussionen zur Außenpolitik, insbesondere zur Haltung der Partei gegenüber der israelischen Regierung.
Der Parteitag dauert drei Tage. Neben der Wahl des neuen Co-Vorsitzenden werden Entscheidungen über strittige Anträge fallen. Die Ergebnisse werden die Ausrichtung der Partei in den kommenden Monaten prägen.






