04 May 2026, 06:13

Dobrindt hält an Grenzkontrollen und Abschiebungen trotz Kritik fest

Alte Deutschlandkarte mit schwarzem Rand, detaillierten Straßen und Autobahnen, mit Text.

Dobrindt hält an Grenzkontrollen und Abschiebungen trotz Kritik fest

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat seine Entschlossenheit bekräftigt, die Grenzkontrollen beizubehalten. Gleichzeitig verteidigte er die Abschiebepolitik der Regierung und argumentierte, diese sei für die nationale Sicherheit unverzichtbar. Seine Äußerungen fallen in eine Zeit, in der die Debatten über Migration und Sozialreformen die politische Diskussion prägen.

Dobrindt betonte, dass die Grenzkontrollen vorerst aufrechterhalten werden. Die Behörden hätten bereits rund 8.000 Haftbefehle an den Grenzen vollstreckt, wobei einige Personen abgewiesen worden seien. Dennoch strebt die Bundesregierung langfristig eine Reform des europäischen Migrationssystems an – mit dem Ziel, die Grenzkontrollen schrittweise abzubauen.

Der Minister ging auch auf die Kritik an Abschiebungen ein und beharrte darauf, dass schwerwiegende Straftäter zur Wahrung der öffentlichen Sicherheit abgeschoben werden müssten. Dazu gehöre auch die Fortsetzung von Abschiebungen nach Afghanistan, wofür direkte Gespräche mit den Taliban nötig seien.

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In der Innenpolitik warnte Dobrindt davor, Debatten in Wortgefechte abgleiten zu lassen. Als Beispiel für unproduktive Rhetorik nannte er jüngste Äußerungen der SPD-Vorsitzenden Bärbel Bas zu Kürzungen im Sozialbereich. Stattdessen forderte er die Parteien auf, sich auf praktische Lösungen zu konzentrieren, unterschiedliche Vorschläge einzubringen und nach gemeinsamen Nenner zu suchen.

Unterdessen bleiben Arbeitsmarktreformen ein zentrales Thema für die Koalition. Die Angelegenheit soll in einer bevorstehenden Ausschusssitzung erörtert werden.

Die Haltung der Regierung in Sachen Grenzschutz und Abschiebungen bleibt damit unverändert – Dobrindt unterstrich deren Bedeutung für die Sicherheit. Gleichzeitig werden die Bemühungen um eine Reform der Migrationspolitik und der Arbeitsgesetze im Rahmen der Koalitionsverhandlungen fortgesetzt. Die nächsten Schritte hängen davon ab, wie die Parteien diese Prioritäten in den anstehenden Gesprächen ausbalancieren.

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