23 May 2026, 02:21

Dobrindt lehnt Warnungen vor AfD-Machtübernahme in Ostdeutschland ab

Innerminister Dobrindt: Warnungen vor AfD-Putsch sind Schreckschuss

Dobrindt lehnt Warnungen vor AfD-Machtübernahme in Ostdeutschland ab

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat Warnungen vor einem möglichen Machtgriff der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) vor den anstehenden Landtagswahlen in Ostdeutschland zurückgewiesen. Seine Äußerungen folgen auf Aussagen des Thüringer Innenministers Georg Maier (SPD), der Bedenken hinsichtlich der Pläne der AfD geäußert hatte, die Landesverwaltungen im Falle eines Wahlsiegs umzugestalten.

Dobrindt kritisierte, was er als „Untergangsszenarien“ in Bezug auf den Einfluss der AfD bezeichnete, und stellte infrage, warum man sich auf eine unwahrscheinliche Alleinregierung der rechtspopulistischen Partei vorbereiten solle. Zudem lehnte er Vorschläge ab, Schutzmechanismen einzuführen, die verhindern sollen, dass sensible Sicherheitsinformationen an die AfD gelangen, falls diese in eine Landesregierung einzieht.

Die Debatte war entfacht worden, nachdem Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD in Sachsen-Anhalt, angekündigt hatte, im Falle eines Wahlsiegs seiner Partei 150 bis 200 Stellen in der Landesverwaltung neu zu besetzen. Maier hatte zuvor vor einem möglichen „Putschversuch“ gewarnt – als Reaktion auf Siegmunds Aussage.

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Dobrindt ging auch auf Befürchtungen bezüglich Wahlbeeinflussung ein und betonte, dass es zwar seit Längerem Desinformationskampagnen und ausländische Einflussnahme in sozialen Medien gebe, es jedoch keine Hinweise auf ernsthafte ausländische Einmischung in die bevorstehenden Wahlen gebe. Zudem sei kein signifikanter Anstieg solcher Aktivitäten vor den Wahlen festgestellt worden.

Trotz der Herunterspielung akuter Bedrohungen unterstrich der Minister die Bedeutung präventiver politischer Maßnahmen, um potenzielle Risiken in der Zukunft zu begegnen.

Dobrindts Aussagen stehen im Kontrast zu den Warnungen anderer Politiker vor den Ambitionen der AfD. Seine Haltung signalisiert zwar Vertrauen in die bestehenden Schutzmechanismen, lässt aber offen, wie die Regierung reagieren würde, falls die rechtspopulistische Partei tatsächlich an Einfluss gewinnt. Die anstehenden Landtagswahlen werden zeigen, ob sich solche Befürchtungen bewahrheiten.

Quelle