12 April 2026, 06:14

Drei Faktoren entscheiden über die Beschäftigung von Frauen in der Arbeitswelt

Eine Liniendiagramm, das die Anzahl der Zuschüsse nach Geschlechterlücke im Zeitverlauf zeigt, begleitet von erklärendem Text.

Drei Faktoren entscheiden über die Beschäftigung von Frauen in der Arbeitswelt

Eine neue Studie hat zentrale Faktoren aufgedeckt, die die Beschäftigung von Frauen in verschiedenen Branchen beeinflussen. Drei Hauptaspekte – Teilzeitarbeit, Führungspositionen und Löhne – erklären mehr als 90 Prozent der Unterschiede bei der Erwerbstätigkeit von Frauen. Die Ergebnisse zeigen zudem, wie flexible Arbeitsbedingungen und transparente Karrierewege dazu beitragen können, mehr Frauen im Arbeitsmarkt zu halten.

Branchen mit höheren Löhnen und Zusatzleistungen beschäftigen tendenziell mehr Frauen. Gleichzeitig verzeichnen Sektoren, in denen Teilzeitarbeit verbreitet ist, einen größeren Anteil weiblicher Beschäftigter. Dieser Trend lässt sich teilweise damit erklären, dass Frauen häufiger für die Kinderbetreuung verantwortlich sind, was ihre Verfügbarkeit für Vollzeitstellen einschränkt.

Auch die Präsenz von Frauen in Führungspositionen spielt eine bedeutende Rolle. In Unternehmen, in denen mehr Frauen Spitzenpositionen innehaben, streben weibliche Mitarbeiterinnen eher nach Beförderungen und bleiben länger in ihren Jobs. Die Kündigungsraten sinken, wenn Frauen klare Aufstiegschancen erkennen.

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Studienautor Claus Michelsen fordert eine Reform der politischen Rahmenbedingungen, die eine breitere Teilhabe von Frauen am Arbeitsmarkt behindern. Wirtschaftsexperten schlagen vor, die Kinderbetreuungsinfrastruktur auszubauen, um mehr Frauen zu gewinnen und zu halten. Die Bundesregierung prüft nun Reformen, darunter die Abschaffung der gemeinsamen Steuerveranlagung für Ehepaare sowie die Streichung der beitragsfreien Mitversicherung in der Kranken- und Pflegeversicherung.

Die Studienergebnisse weisen auf konkrete Maßnahmen hin, um die Frauenerwerbstätigkeit zu steigern. Flexiblere Arbeitszeiten, bessere Kinderbetreuungsangebote und klarere Karriereperspektiven könnten den Unterschied machen. Werden diese Schritte umgesetzt, könnten sie mehr Frauen dazu motivieren, in den Arbeitsmarkt einzusteigen und dort zu bleiben.

Quelle