Drogenkonsum in Europa: Kokain und Ketamin im Aufwind, Cannabis bleibt stabil
Bela WinklerDrogenkonsum in Europa: Kokain und Ketamin im Aufwind, Cannabis bleibt stabil
Eine neue Studie zeigt veränderte Drogenkonsumtrends in Europa. Während der Cannabiskonsum stabil blieb, nahm der Gebrauch von Kokain und Ketamin in vielen Städten zu. Die Erkenntnisse stammen aus einer Abwasseranalyse des Europäischen Drogenbeobachtungsstelle (EMCDDA).
Der Europäische Drogenbericht 2024 untersuchte Abwasserproben aus 115 Städten im Jahr 2023. Die Forscher maßen Rückstände von Cannabis, Kokain, Amphetamin, Methamphetamin, MDMA und Ketamin. Unter den 28 für Cannabis analysierten Städten verzeichnete Genf die höchsten Konsumwerte.
Berlin belegte den vierten Platz mit etwa 172 Milligramm THC-COOH pro 1.000 Einwohner täglich. Frankfurt folgte auf Platz neun mit rund 150 Milligramm. Mainz, auf Platz 15, wies 130,6 Milligramm pro 1.000 Einwohner pro Tag auf.
Der Bericht verzeichnete zudem einen Anstieg von Kokain- und Ketamin-Spuren in ganz Europa. Gleichzeitig schien der MDMA-Konsum im gleichen Zeitraum zurückzugehen.
Die Abwasserstudie der EMCDDA liefert ein klares Bild der Drogenentwicklungen in europäischen Städten. Während der Cannabiskonsum konstant blieb, verzeichneten Stimulanzien wie Kokain und Ketamin ein spürbares Wachstum. Diese Ergebnisse werden in den kommenden Jahren die Gesundheitspolitik prägen.






