Elektroautos werden günstiger und leistungsstärker – doch günstige Modelle bleiben selten
Bela WinklerElektroautos werden günstiger und leistungsstärker – doch günstige Modelle bleiben selten
Elektroautos in Deutschland werden zunehmend erschwinglicher und leistungsfähiger. Bis Anfang 2026 ist der Durchschnittspreis eines rein elektrischen Pkw auf 52.934 Euro gesunken – ein Rückgang gegenüber 56.669 Euro im Jahr 2024. Gleichzeitig hat sich die Anzahl der verfügbaren Modelle erhöht: Aktuell sind 155 verschiedene Elektroautos auf dem Markt erhältlich.
Der Wandel im Markt ist deutlich spürbar. In den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 entfielen 22 Prozent aller Neuzulassungen auf Elektrofahrzeuge – ein Anstieg um 26,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Für 2026 werden über 80 neue Modelle erwartet, darunter 59 bereits von Herstellern bestätigte Neuerscheinungen. Davon stammen 18 von deutschen Marken, 16 von chinesischen Produzenten.
Auch bei Leistung und Reichweite gab es Fortschritte. Die durchschnittliche Ladeleistung stieg von 116 kW (158 PS) im Jahr 2022 auf 171 kW (233 PS) in 2026. Die durchschnittliche Reichweite nach WLTP-Standard erhöhte sich im selben Zeitraum von 376 auf 480 Kilometer. Besonders beliebt sind nach wie vor SUVs: Sie machen 55 Prozent aller verfügbaren Elektromodelle aus.
Die stärksten Preissenkungen gab es in den Kategorien "kleine SUVs", "Mittelklasse" und "obere Mittelklasse". Dennoch bleiben günstige Angebote rar – derzeit kosten nur 18 Elektroautos weniger als 30.000 Euro.
Der deutsche Elektroautomarkt wächst rasant, mit mehr Modellen, größeren Reichweiten und schnellerem Laden. Sinkende Preise und steigende Absatzzahlen deuten auf einen zunehmenden Wettbewerb unter den Herstellern hin. Doch wirklich bezahlbare Elektroautos unter 30.000 Euro sind nach wie vor Mangelware.






