25 June 2026, 20:09

Emmendingen plant Kürzungen im Nahverkehr – doch wer zahlt die Abendbusse?

Landkreis Emmendingen testet Einschnitte im öffentlichen Verkehr: Abendbusse auf der Kippe?

Emmendingen plant Kürzungen im Nahverkehr – doch wer zahlt die Abendbusse?

Der Landkreis Emmendingen hat Sparpläne für den örtlichen Nahverkehr vorgelegt. Steigende Betriebskosten belasten das Budget, obwohl es kürzlich Verbesserungen im Service gab. Nun suchen die Verantwortlichen nach Möglichkeiten, die Ausgaben zu senken, ohne die grundlegenden Leistungen einzuschränken.

Laut den Vorschlägen könnten die Abendbusverbindungen auf Entwicklungsstrecken in Städten wie Elzach, Denzlingen, Kenzingen und Herbolzheim gestrichen werden. Diese Maßnahme würde jährlich etwa 100.000 Euro einsparen. Die Kommunen stehen vor der Wahl: Entweder sie finanzieren diese Verbindungen selbst oder akzeptieren deren frühes Ende um 20 Uhr.

Radikalere Optionen, wie die vollständige Einstellung aller Buslinien nach 22 Uhr oder die Reduzierung von Taktverbindungen, wurden zwar diskutiert, werden derzeit jedoch nicht empfohlen. Stattdessen plant der Landkreis, den Schülerverkehr und den regulären Busbetrieb zu optimieren, um bis 2027 rund 200.000 Euro zu sparen.

Ein neuer Mobilitätspass wurde zur Einnahmensteigerung vorgeschlagen, doch die Verwaltung steht dem skeptisch gegenüber. Hohe Verwaltungskosten und rechtliche Bedenken machen die Lösung unsicher. Dennoch wird der Landkreis den Nahverkehr und den Schülertransport 2026 weiterhin mit etwa 9 Millionen Euro bezuschussen.

Eine Verkehrsuntersuchung im Jahr 2027 soll weitere Kürzungen für das Folgejahr vorbereiten. Der Umwelt- und Technikausschuss wird die Vorschläge am 29. Juni prüfen. Die endgültige Entscheidung liegt dann beim Kreistag am 20. Juli.

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Ziel der Maßnahmen ist es, die angespannte Haushaltslage des Landkreises mit dem Bedarf an zuverlässigem Nahverkehr in Einklang zu bringen. Einsparungen durch Streckenanpassungen und optimierte Dienstleistungen könnten die finanzielle Belastung verringern. Die anstehende Ausschussberatung und die Abstimmung im Kreistag werden die nächsten Schritte bestimmen.

Quelle