01 May 2026, 06:16

Experte warnt: Treibstoffrabatt verschärft die Energiekrise statt sie zu lösen

Ein gestapelter Bereichsdiagramm zeigt den Primärenergieverbrauch nach Brennstoffart von 1980 bis 2040, mit Abschnitten, die verschiedene Brennstoffquellen und ihre jeweiligen Prozentanteile darstellen.

Experte warnt: Treibstoffrabatt verschärft die Energiekrise statt sie zu lösen

Ein führender Wirtschaftswissenschaftler hat die jüngste Treibstoffrabatt-Aktion als falsche Antwort auf die steigenden Energiepreise kritisiert. Der Chefökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) argumentierte, dass diese Maßnahme langfristige Herausforderungen verschärfen statt sie zu lösen. Laut dem Experten gehe der Ansatz am Kernproblem vorbei: der Abhängigkeit Europas von ausländischem Öl und Gas.

Der Ökonom warnte, dass Subventionen für Kraftstoffe die Nachfrage nach Öl und Gas weiter anheizen würden. Dies werde wiederum die Preise zusätzlich in die Höhe treiben und das Problem verschlimmern. Statt die Kosten zu senken, berge die Politik das Risiko, sie langfristig noch zu erhöhen.

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Historisch betrachtet haben Regierungen auf Ölpreisschocks nicht mit Preissenkungen, sondern mit Maßnahmen zur Energieeinsparung reagiert. Der Experte betonte, dass Politiker schon viel früher klarstellen hätten müssen, dass die Verringerung des Öl- und Gasverbrauchs der Schlüssel zur Energiesicherheit sei. Ein besserer Weg wäre seiner Meinung nach direkte finanzielle Unterstützung für einkommensschwache Haushalte, die mit den steigenden Kosten zu kämpfen haben.

Der Wissenschaftler unterstrich zudem, dass Europa mittelfristig die Nachfrage drosseln müsse, um seine Abhängigkeit von Energieimporten zu verringern. Dadurch könnte der Kontinent an Hebelwirkung gewinnen, um die globalen Preise zu drücken. Diese Strategie, so der Experte, vereine Klimapolitik und geopolitische Interessen.

Die Kritik macht deutlich, dass ein Umdenken in der Energiepolitik nötig ist. Direkte Einkommenshilfen und eine Senkung der Nachfrage könnten eine nachhaltigere Lösung bieten als temporäre Treibstoffsubventionen. Die Warnungen des Ökonomen deuten darauf hin, dass die aktuellen Maßnahmen die Energieschwächen Europas eher vertiefen als sie zu mildern.

Quelle