Flexo-Rufbus in Salzgitter droht 2026 das Aus – Schülerinnen kämpfen um Erhalt
Rebekka LangernFlexo-Rufbus in Salzgitter droht 2026 das Aus – Schülerinnen kämpfen um Erhalt
Ungewisse Zukunft für den On-Demand-Bus "Flexo" in Salzgitter
Der Rufbus-Dienst Flexo in Salzgitter steht vor einer ungewissen Zukunft, da die aktuelle Förderung Ende 2026 ausläuft. Das Angebot, das unter anderem die Stadtteile Salzgitter-Thiede, Salzgitter-Bad und die Gemeinde Baddeckenstedt bedient, wird seit seiner Einführung mit regionalen Zuschüssen finanziert. Ob es weitergeführt wird, hängt nun von politischen Entscheidungen auf lokaler Ebene in diesem Jahr ab.
Zwei Schülerinnen, Ece Hickorkmaz und Esila Isbir, haben sich für den Erhalt des Services eingesetzt. Sie betonen, wie wichtig Flexo für die Bevölkerung ist – auch für Schülerinnen wie Hickorkmaz, die den Bus nach ihrem Schulabschluss für ihre Berufsausbildung nutzen möchte.
Ursprünglich wurde Flexo vom Regionalverband Braunschweig mitfinanziert, der bis Ende 2026 die Hälfte der Kosten trägt. Danach müssen die Kommunen den Dienst im Rahmen ihrer örtlichen Verkehrsverantwortung selbst finanzieren. Einige Regionen wie der Landkreis Gifhorn und Baddeckenstedt haben Flexo bereits langfristig gesichert – mit Verträgen bis 2033 bzw. 2031.
Hickorkmaz und Isbir haben eine Kampagne gestartet, um den Busverkehr in Salzgitter zu erhalten. Sie verteilten Flyer, wandten sich an den Betriebsrat der KVG und kontaktierten lokale Politiker, darunter Christian Striese, den Bürgermeister des Stadtteils Nordost. Eine Online-Petition auf change.org verzeichnete bis Sonntag bereits 460 Unterschriften.
Die endgültige Entscheidung liegt bei den kommunalen Verantwortlichen. Sie müssen noch in diesem Jahr die notwendigen Beschlüsse fassen, damit Flexo über 2026 hinaus weiterfahren kann. Ohne weitere Förderung wird der Service in Salzgitter eingestellt. Die Initiative der Schülerinnen zeigt, wie unverzichtbar der Rufbus für Alltagsmobilität und Bildung ist. Nun müssen die lokalen Behörden entscheiden: Werden die Busse weiterrollen – oder müssen sich die Bewohner nach Alternativen umsehen?






