25 May 2026, 02:12

Florentina Holzinger revolutioniert Pfingstperformance mit extremer Körperkunst in Wien

Florentina Holzingers 'Pentecost Spiel' mit Friedenstauben und Monstertrucks

Florentina Holzinger revolutioniert Pfingstperformance mit extremer Körperkunst in Wien

Florentina Holzinger inszeniert eine kühne Pfingstperformance in Wien – eine Verschmelzung von extremer Körperlichkeit und atemberaubenden Bildern

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In Wien hat die Künstlerin Florentina Holzinger eine mutige Pfingstaufführung auf die Bühne gebracht, die extreme körperliche Grenzen mit eindrucksvollen visuellen Effekten verbindet. Die Produktion im Wiener Eislaufverein ehrte das umstrittene Erbe Hermann Nitschs, während sie mit Drohnen, Fahrzeugen und waghalsigen Stunts neue Maßstäbe setzte.

Später verlegte Holzinger das Spektakel nach Schloss Prinzendorf, den geistigen Ursprungsort von Nitschs Orgien-Mysterien-Theater. Dort interpretierte sie gemeinsam mit ihrem rein weiblichen Ensemble das „Letzte Abendmahl“ auf provokante und bildgewaltige Weise neu.

Die Wiener Vorstellung begann mit einer nackten Frau, die an der Fassade des Intercontinental Hotels herabstieg – eine Reminiszenz an Trisha Browns ikonische Choreografie. Holzinger setzte anschließend auf eine Mischung aus Maschinen und menschlicher Ausdauer: Ein Monstertruck zermalmte einen Panzer, während eine Fallschirmspringerin mit einem Taubenhelm landete, um eine weiße Fahne zu pflanzen – ein symbolischer Aufruf zum Frieden.

Technik und körperliche Extremsituationen verschmolzen, als Drohnen, Autos und ein Motorrad zu Verlängerungen der Körper der Performenden wurden. Eine „Malaktion“ zeigte eine gekreuzigte Figur – eine direkte Anspielung auf Nitschs rituellen Stil. Das Publikum erlebte, wie Holzingers Team mit Haken, Aufhängungen und Hochgeschwindigkeitsmanövern eine packende, fast körperlich spürbare Inszenierung schuf.

Der zweite Akt fand in Schloss Prinzendorf statt, wohin die Zuschauer in den Schlosshof gebracht wurden. Holzinger und zwölf weitere Frauen schwebten in der Luft, mit Haken in Schultern und Knien. Der Höhepunkt der Performance bestand darin, dass die Gruppe sanft über dem Boden pendelte – eine Verwandlung von Schmerz in einen Moment zerbrechlicher Schönheit.

Durchgehend balancierte die Künstlerin zwischen Brutalität und Anmut, indem sie industrielle Maschinen mit zarten menschlichen Bewegungen kontrastierte. Der Gegensatz zwischen Zerstörung und Stille hinterließ bei den Zuschauern einen bleibenden Eindruck.

Holzingers Produktion forderte das Publikum heraus, indem sie Nitschs provokative Traditionen mit modernem Spektakel verband. Die Kombination aus extremer Körperlichkeit, Maschinen und symbolträchtigen Gesten schuf eine Darstellung, die gleichermaßen konfrontativ und poetisch war. Die Veranstaltung wird wohl für ihre gewagte Neuerfindung religiöser und künstlerischer Rituale in Erinnerung bleiben.

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