24 April 2026, 10:17

Fusionspläne im Neuwieder Fußball: Stadionfrage bleibt ungelöst

Ein Fußballspiel in einem großen Stadion mit Spielern auf dem Boden in der Nähe eines Torpfostens, umgeben von Zäunen, Bannern, Fahnen, einem Anzeigebildschirm, Metallrahmen, einem Dach mit Lampen und aufsteigendem Rauch.

Fusionspläne im Neuwieder Fußball: Stadionfrage bleibt ungelöst

Die Stadt Neuwied hat sich zu den geplanten Fusionsgesprächen zwischen Cosmos Koblenz und den örtlichen Vereinen VfL Neuwied sowie Vatanspor Neuwied geäußert. In dieser Woche trafen sich kommunale Verantwortliche, um die Pläne zu erörtern – insbesondere die Frage, ob die bestehenden Sporteinrichtungen einen gemeinsamen Verein im höherklassigen Fußball tragen könnten.

An den Gesprächen nahmen Oberbürgermeister Jan Einig, Bürgermeister Peter Jung sowie Vertreter beider Neuwieder Vereine teil. Die Stadt betonte jedoch, dass sie keine direkte Entscheidungsbefugnis in Vereinsfragen habe.

Ein zentrales Thema war die Infrastruktur, vor allem die Notwendigkeit eines Stadions, das den Anforderungen der Oberliga gerecht wird. Die aktuelle Spielstätte der SG Neuwied, der Sportkomplex an der Bimsstraße, könnte für eine höhere Spielklasse möglicherweise nicht ausreichen. Die Stadt bestätigte, dass die vorhandenen Anlagen – darunter das Raiffeisen-Stadion – bereits voll durch lokale Vereine ausgelastet sind.

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Das Raiffeisen-Stadion selbst erfüllt nicht vollständig die Ligavorgaben. Probleme gibt es etwa mit der Platzqualität und veralteter Ausstattung. Ein Ausbau der Tribünen würde zudem langwierige Planungsverfahren und ein formelles Baugenehmigungsverfahren erfordern. Zudem stehe keine zusätzliche Kapazität zur Verfügung, und die bestehenden Nutzungsrechte der Vereine blieben unverändert, hieß es seitens der Stadt.

Neuwied wiederholte, dass eine mögliche Fusion alleinige Angelegenheit der Vereine sei. Zwar fanden Gespräche statt, konkrete Beschlüsse oder Änderungen bei der Vergabe von Sportstätten wurden jedoch nicht gefasst.

Die Fusionsverhandlungen gehen weiter, ohne dass es kurzfristige Lösungen für die Stadionfrage gibt. Die Vereine müssen nun prüfen, ob die bestehenden Anlagen aufgewertet werden können oder alternative Lösungen gefunden werden müssen. Die Stadt bleibt vorerst neutral und überlässt die Entscheidung den beteiligten Fußballorganisationen.

Quelle