05 June 2026, 19:07

Gericht entscheidet: Hat Ex-Minister Scheuer im Maut-Skandal gelogen?

Grüne fordern, dass CSU sich zum Maut-Skandal äußert

Gericht entscheidet: Hat Ex-Minister Scheuer im Maut-Skandal gelogen?

Ein Berliner Gericht wird bald entscheiden, ob der ehemalige Verkehrsminister Andreas Scheuer im Rahmen einer parlamentarischen Untersuchung unter Eid die Unwahrheit gesagt hat. Im Mittelpunkt des Verfahrens steht das gescheiterte deutsche Pkw-Maut-Projekt, das die Steuerzahler Millionen gekostet hat. Scheuer weist die Vorwürfe der Falschaussage entschlossen zurück.

Im Prozess wird auch die Rolle von Gerhard Schulz, einem früheren Staatssekretär, untersucht, dem ähnliche Vorwürfe gemacht werden. Beide Männer waren zentrale Akteure bei der Vorantreibung der umstrittenen Mautpolitik.

Der Skandal hat seinen Ursprung in der langjährigen Unterstützung der CSU für Straßenbenutzungsgebühren – eine Forderung, die einst im offiziellen Parteiprogramm verankert war. Kritiker werfen vor, das Projekt sei schlecht geplant gewesen und habe zu erheblichen finanziellen Verlusten geführt. Irene Mihalic, parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen, erklärte, Scheuers Handeln habe dem Land schweren Schaden zugefügt.

Scheuer hat die Anschuldigungen wiederholt zurückgewiesen und betont, seine Aussagen seien wahrheitsgemäß gewesen. Nun muss das Landgericht Berlin prüfen, ob seine Angaben gegenüber den Abgeordneten bewusst irreführend waren. Auch Schulz, der eng mit Scheuer zusammengearbeitet hat, wird sich wegen derselben Vorwürfe vor Gericht verantworten müssen.

Die Grünen fordern die CSU auf, sich offen mit den Folgen des Skandals auseinanderzusetzen. Mihalics Äußerungen unterstreichen den wachsenden Druck auf die Partei, ihr Vorgehen bei der Maut-Einführung und den darauffolgenden juristischen Auseinandersetzungen zu erklären.

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Das Urteil des Gerichts wird darüber entscheiden, ob Scheuer und Schulz wegen Meineids bestraft werden. Eine Verurteilung könnte weitere politische und rechtliche Konsequenzen für die CSU nach sich ziehen. Zudem könnte das Ergebnis künftige Debatten über Transparenz in Regierungsentscheidungen prägen.

Quelle