Gericht verurteilt Google wegen KI-generierter Falschinformationen in Suchergebnissen
Dorit GierschnerGericht verurteilt Google wegen KI-generierter Falschinformationen in Suchergebnissen
Ein deutsches Gericht hat in einem Zivilverfahren gegen Google entschieden, in dem es um irreführende, KI-generierte Suchzusammenfassungen ging. Im Mittelpunkt des Urteils stehen zwei Münchner Unternehmen, die den Tech-Konzern wegen übler Nachrede verklagt hatten – ausgelöst durch falsche Angaben, die von Googles Systemen produziert worden waren.
Der Fall nahm seinen Anfang, als die Firmen behaupteten, die von Google angezeigten Suchergebnis-Zusammenfassungen enthielten unwahre und rufschädigende Aussagen. Diese waren von einem KI-Sprachmodell erstellt worden, woraufhin die Vorwürfe der Verleumdung erhoben wurden. Google argumentierte, man könne nicht für den Inhalt dieser automatisierten Texte verantwortlich gemacht werden.
Die Richter sahen das anders. Sie urteilten, dass Google für die von ihm veröffentlichten Texte haftet – selbst wenn sie von einer KI generiert wurden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, da das Unternehmen Berufung einlegen kann.
Scheitert der Einspruch, könnte Google die Bereitstellung KI-basierter Suchzusammenfassungen für Anfragen aus Deutschland einstellen. Die Entscheidung hätte zudem Auswirkungen auf andere in Deutschland tätige KI-Anbieter, die ihre Praktiken möglicherweise anpassen müssten. Der Fall unterstreicht die rechtlichen Risiken, die mit KI-generierten Inhalten in Suchergebnissen verbunden sind.






