18 April 2026, 02:16

Glasfaser-Internet: Warum viele Deutsche trotz Verfügbarkeit zögern

Plakat mit der Aufschrift "19 Millionen Haushalte sparen monatlich 30-75 Euro auf High-Speed-Internet" mit Logo.

Glasfaser-Internet: Warum viele Deutsche trotz Verfügbarkeit zögern

Eine aktuelle Umfrage zeigt eine gespaltene Haltung der Deutschen gegenüber Glasfaser-Internet. Zwar nutzen mittlerweile fast ein Drittel der Haushalte die Technologie, doch viele zögern wegen der Kosten und mangelnder Kenntnis. Verbraucherorganisationen verzeichnen jährlich Tausende Beschwerden über Zugangsprobleme.

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Die zwischen dem 9. und 11. März 2026 durchgeführte Erhebung befragte 1.001 Erwachsene, die in ihrem Haushalt für die Wahl des Internetanbieters verantwortlich sind. Demnach haben 29 Prozent bereits einen Glasfaser-Vertrag abgeschlossen. Allerdings berichteten 27 Prozent dieser Nutzer von Problemen – darunter Verzögerungen beim Netzausbau und Schwierigkeiten bei der Installation.

Von den Befragten ohne Glasfaseranschluss zeigten 61 Prozent kein Interesse an einem Wechsel. Als häufigste Gründe nannten sie hohe Installationskosten (27 Prozent) und allgemeine Ausgaben (28 Prozent). Weitere 20 Prozent gaben zu, schlicht zu wenig über die Technologie zu wissen. Gleichzeitig erklärten 74 Prozent aller Teilnehmer, ihr aktueller Internetdienst erfülle ihre Anforderungen.

Lina Ehrig, Leiterin des Teams Digitales und Medien beim Verbraucherzentrale Bundesverband, betonte die Bedeutung eines zuverlässigen und bezahlbaren Internets. Glasfaser werde langfristig unverzichtbar sein, um die wachsenden digitalen Anforderungen zu bewältigen, so Ehrig.

Die Ergebnisse verdeutlichen die anhaltenden Herausforderungen bei der Glasfaser-Einführung – trotz zunehmender Verfügbarkeit. Kostenbedenken und begrenzte Aufklärung bleiben zentrale Hürden, auch wenn Verbraucherschützer für besseren Zugang kämpfen. Die Umfrage unterstreicht die Kluft zwischen technologischem Fortschritt und gesellschaftlicher Akzeptanz.

Quelle