30 June 2026, 12:12

Gorleben: Atomares Zwischenlager soll 20 Jahre länger laufen – trotz Sicherheitsbedenken

Gorleben wird verlängert

Gorleben: Atomares Zwischenlager soll 20 Jahre länger laufen – trotz Sicherheitsbedenken

Atomanlagen-Gorleben: Zwischenlager könnte 20 weitere Jahre in Betrieb bleiben

Die Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) hat einen Antrag auf Verlängerung der Betriebsgenehmigung für das atomare Zwischenlager Gorleben gestellt. Umweltverbände äußern bereits Bedenken gegen die Pläne.

Die aktuelle Genehmigung für den Standort in Gorleben läuft 2034 nach 40 Jahren Betrieb aus. Die BGZ begründet die beantragte Verlängerung mit Verzögerungen bei der Suche nach einem Endlager. Die Festlegung eines Standortes für die dauerhafte Lagerung hochradioaktiver Abfälle wird nun deutlich über das gesetzliche Zieljahr 2031 hinausreichen.

Im Zwischenlager Gorleben lagern derzeit 113 CASTOR-Behälter mit hochradioaktivem Abfall, darunter abgebrannte Brennelemente und Wiederaufarbeitungsrückstände aus Kernkraftwerken. Die oberirdische Lagerhalle im Gorlebener Wald verfügt über dünnere Wände und Decken als neuere Zwischenlager.

Die BGZ betont, dass die Verlängerung den Sicherheitsstandards entspreche und alle zehn Jahre eine verpflichtende Überprüfung stattfinde. Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) wird das Genehmigungsverfahren begleiten. Unterdessen warnt die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüneburg-Dannenberg (BI) vor den langfristigen Risiken und dem Zustand der Behälter.

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Sollte die Verlängerung genehmigt werden, bliebe Gorleben mindestens bis 2054 in Betrieb. Ohne fertiges Endlager bleibt die Anlage vorerst unverzichtbar für die Lagerung gefährlicher Abfälle. Nun müssen die Aufsichtsbehörden prüfen, ob der Standort die zusätzlichen zwei Jahrzehnte sicher betrieben werden kann.

Quelle