10 June 2026, 20:12

Grüne fordern Aufklärung über Verbindungen zwischen christlichem Fundamentalismus und Rechtsextremismus

"Totalitarismus-Tendenzen": Konservative Christen verteidigen sich gegen Grünen-Anfrage

Grüne fordern Aufklärung über Verbindungen zwischen christlichem Fundamentalismus und Rechtsextremismus

Die Grünen in Deutschland haben eine Kleine Anfrage zur Untersuchung mutmaßlicher Verbindungen zwischen christlichem Fundamentalismus und rechtsextremen Strömungen eingereicht. Die Anfrage richtet sich gegen Einzelpersonen, Organisationen und mögliche Verknüpfungen zu rechtsextremen Gruppen wie der Alternative für Deutschland (AfD). Deutsche Medien berichten vermehrt über das Thema – Sender wie ARD und ZDF zeigten kürzlich kritische Dokumentationen über konservative Christen.

In der Kleinen Anfrage fordert die Fraktion die Bundesregierung auf, Umfang, Struktur und Gefahrenpotenzial christlich-fundamentalistischer Gruppen mit extremistischen Bezügen darzulegen. Namentlich genannt werden Akteure wie Leonard Jäger und Tobias Riemenschneider sowie Organisationen wie die Alliance Defending Freedom International und der Marsch für das Leben.

Die Grünen schlagen zudem politische Maßnahmen vor, um Online-Inhalte mit christlich motiviertem Extremismus zu löschen. Kritiker bewerten die Initiative jedoch anders: Jäger wirft den Grünen vor, es gehe nicht um eine sachliche Debatte, sondern um die moralische Diskreditierung christlich-konservativer Positionen. Riemenschneider sieht darin den Versuch, lang etablierte christliche Überzeugungen zu stigmatisieren und unter Generalverdacht zu stellen.

Alexandra Linder, Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht, interpretiert den Vorstoß als Angriff, um den Einfluss lebensschützender und christlicher Stimmen in Politik und Gesellschaft zu schwächen.

Die Anfrage spiegelt die zunehmende Beobachtung fundamentalistisch-christlicher Netzwerke in Deutschland wider. Gleichzeitig zeigt sie die Spannungen zwischen politischen Bemühungen zur Extremismusbekämpfung und der Sorge vor einer pauschalen Kriminalisierung religiöser Überzeugungen. Die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage wird die weitere Entwicklung dieser Debatte prägen.

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