Grüne in Rheinland-Pfalz wagen Neuanfang mit rein weiblicher Doppelspitze
Bela WinklerGrüne in Rheinland-Pfalz wagen Neuanfang mit rein weiblicher Doppelspitze
Die Grünen in Rheinland-Pfalz haben nach einer schwierigen Landtagswahl ihre Führung neu aufgestellt. Zum ersten Mal in der Geschichte der Partei wird ein rein weibliches Team die Landesgeschäftsführung leiten. Die Umstrukturierung folgt auf einen deutlichen Rückgang der Wählergunst, der eine 15-jährige Koalitionsregierung beendete.
Bei der Landtagswahl im März erreichten die Grünen nur noch 7,9 Prozent der Stimmen. Dieses Ergebnis zwang sie nach eineinhalb Jahrzehnten an der Regierung in die Opposition. Auch ihre Initiative „Schwarmkraftwerk“ scheiterte – im Wahlkampf unterlag sie der FDP.
Die Partei hat nun zwei neue Co-Vorsitzende gewählt, die den Neuanfang gestalten sollen. Carolin Cloos setzte sich mit 72,28 Prozent der Stimmen bereits im ersten Wahlgang durch. Christin Sauer folgte mit 63,37 Prozent Zustimmung. Sauer, seit 2019 Stadträtin in Mainz, leitete zuvor von 2021 bis Anfang 2025 den örtlichen Grünen-Verband. Ihr Wahlkampf konzentriert sich darauf, das Vertrauen in die grüne Politik zurückzugewinnen und das Ziel auszugeben, bis 2031 wieder an die Regierung zurückzukehren.
Katrin Eder, die neue Oppositionsführerin, wird die Grünen-Fraktion im Mainzer Landtag anführen. Sie kündigte an, die Regierung in Debatten vorantreiben zu wollen. Paul Bunjes und Natalie Cramme-Hill vertreten die Partei ebenfalls als Landtagsabgeordnete.
Die Grünen stehen in Rheinland-Pfalz nun vor einer neuen Phase als Oppositionspartei. Mit einer rein weiblichen Führung und einer erneuerten Strategie streben sie an, bis zum nächsten Wahlzyklus wieder an Einfluss zu gewinnen. Der Fokus der Partei liegt nun darauf, Unterstützung zurückzugewinnen und von außerhalb der Regierung Politik mitzugestalten.






