16 April 2026, 10:14

Handwerk im Kreis Steinfurt kämpft mit Kosten, Schwarzarbeit und Nachwuchssorgen

Offenes Buch mit dem Titel "Mechanische Institution, zum Vorteil von Meistern, Gesellen und Lehrlingen", wahrscheinlich ein Vorschlag für die Gründung einer mechanischen Institution.

Handwerk im Kreis Steinfurt kämpft mit Kosten, Schwarzarbeit und Nachwuchssorgen

Landrat Dr. Martin Sommer empfing kürzlich Vertreter der Innungen zum jährlichen Treffen in Steinfurt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen drängende Herausforderungen für das lokale Handwerk, darunter steigende Kosten und Schwarzarbeit. Zudem wurden Wege erörtert, wie Unternehmen und die berufliche Ausbildung in der Region besser unterstützt werden können.

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Bei dem Treffen wurden mehrere zentrale Probleme des Handwerks im Kreis Steinfurt thematisiert. Steigende Energiekosten – unter anderem bedingt durch die Spannungen im Iran – belasten die Betriebe stark. Lieferkettenstörungen und Investitionszurückhaltung verschärfen die Situation zusätzlich.

Ein weiteres großes Thema war die Bekämpfung illegaler Beschäftigung. Schwarzarbeit verringert nicht nur Arbeitsplätze, sondern setzt ehrliche Unternehmen und Steuerzahler unter unfairem Druck. Die Teilnehmer betonten die Notwendigkeit stärkerer Kontrollen und größerer Sensibilisierung für das Problem.

Auch die neuen Vergaberegeln für öffentliche Aufträge, die ab dem 1. Januar 2026 in Kraft treten, standen auf der Agenda. Die Reformen zielen darauf ab, Verfahren zu vereinfachen, Bürokratie abzubauen und Unternehmen mehr Spielraum zu geben. Die Anwesenden begrüßten die Änderungen, wiesen aber auf den Bedarf an klaren Leitlinien hin.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der dualen Berufsausbildung. Die Teilnehmer forderten mehr Unterstützung, um junge Menschen für das Handwerk zu begeistern und generationenübergreifende Betriebsübergaben reibungslos zu gestalten. Der Kreis Steinfurt bietet bereits Beratungsangebote an – etwa über die Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf und die WESt – die bei Unternehmensnachfolgen und -übernahmen helfen.

Das Treffen unterstrich die enge Zusammenarbeit zwischen dem Kreis Steinfurt und der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf. Handwerksbetriebe können nun auf Förderangebote für Nachfolgeplanung und Ausbildung zurückgreifen. Durch die neuen Vergaberegeln und die Maßnahmen gegen Schwarzarbeit dürften sich einige der aktuellen Belastungen für das lokale Handwerk verringern.

Quelle