20 April 2026, 16:16

"Hast du gepupst?"-Tag: Warum Deutschland am 5. Februar über Fürze lacht

Plakat für "Eine angestellte Frau: Der große Farce-Comedy-Erfolg" mit einer entschlossenen Person im Hintergrund.

"Hast du gepupst?"-Tag: Warum Deutschland am 5. Februar über Fürze lacht

Jedes Jahr am 5. Februar begeht Deutschland einen ungewöhnlichen Feiertag: den "Hast du gepupst?"-Tag. Die seit 2006 bestehende Aktion ermutigt die Menschen, Fürze als natürlichen Bestandteil des Lebens zu akzeptieren. Was auf den ersten Blick wie ein Scherz klingt, hat tatsächlich kulturelle und sogar mythologische Wurzeln auf der ganzen Welt.

Der "Hast du gepupst?"-Tag geht auf den deutschen Illustrator Bastian Melnyk zurück, der die Idee 2006 ins Leben rief. Das Datum fällt mit dem amerikanischen National Fart Day zusammen, was möglicherweise die Wahl des Termins beeinflusst hat. Melnyks Ziel war simpel: Er wollte eine Körperfunktion enttabuisieren, die oft mit Scham verbunden wird.

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Sogar in der Folklore spielt das Thema eine Rolle. Die französische Ethnologin Elsa Gómez-Imbert dokumentierte einen Mythos der Tatuyo aus Kolumbien, in dem ein Mann durch einen Furz auf den Geist des Waldes trifft – eine Begegnung, die die Entstehung von Ton erklären soll. Solche Geschichten zeigen, wie das Thema in verschiedenen Kulturen auftaucht.

In Großbritannien hat sich Mr. Methane als professioneller "Flatulist" einen Namen gemacht und tritt mit seinen Darmwinden auf der Bühne auf. Seine Auftritte beweisen, dass etwas, das normalerweise als privat gilt, auch zur Unterhaltung werden kann. Der "Hast du gepupst?"-Tag bleibt dabei locker und humorvoll – mit einer klaren Botschaft für mehr Körperakzeptanz.

Auch 2024 wird der Tag am 5. Februar in Deutschland begangen. Er erinnert daran, dass natürliche Körperfunktionen, obwohl oft tabuisiert, zum Menschsein dazugehören. Die Mischung aus Humor, Kultur und Akzeptanz macht ihn Jahr für Jahr zu einem bleibenden Phänomen.

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