Heidenheims Abstiegsangst wächst nach 13. Spiel ohne Sieg gegen Frankfurt
Rebekka LangernHeidenheim Frustration Nach Abseits-Pech: 'Wahnsinn' und 'Blödsinn' - Heidenheims Abstiegsangst wächst nach 13. Spiel ohne Sieg gegen Frankfurt
1. FC Heidenheim erleidet im Abstiegskampf nächsten Rückschlag nach 13. Spiel in Serie ohne Sieg
Trotz eines Mannes mehr auf dem Platz gelang es dem 1. FC Heidenheim nicht, Eintracht Frankfurt zu brechen – die Niederlage lässt die Mannschaft nun zehn Punkte vom rettenden Ufer entfernt. Eine umstrittene Abseitsentscheidung steigerte die Frustration, doch die tieferliegenden Probleme in Angriff und Verteidigung bleiben die größere Sorge.
Die Partie nahm eine Wende, als Frankfurts Kapitän mit Rot vom Platz flog und Heidenheim in Überzahl spielte. Doch selbst mit dem zusätzlichen Spieler gelang es dem Team nicht, klare Torchancen herauszuspielen. Die einzige echte Hoffnung keimte durch Sirlord Conteh auf, dessen Tor jedoch vom halbautomatischen Abseitssystem – und zwar mit minimalstem Abstand – aberkannt wurde.
Conteh bezeichnete die Technologie später als "völligen Unsinn", während Trainer Frank Schmidt die Entscheidung als "Wahnsinn" brandmarkte. Dennoch betonte Schmidt, er vertraue dem System und weigere sich, es für das Ergebnis verantwortlich zu machen. Größere Sorgen bereitet ihm die inkonsistente Defensive seiner Mannschaft, die in den letzten Wochen immer wieder Schwächen zeigte.
Doch Heidenheims Probleme reichen über eine einzelne Partie hinaus. In den vergangenen drei Spielzeiten zeigte der Angriff zwar eine schrittweise Verbesserung – der Wechsel von einem defensiven 5-3-2 zu einem offensiveren 4-2-3-1-System steigerte die Torquote von 1,11 pro Spiel in der Saison 2023/24 auf 1,62 in dieser Saison. Bessere Flügelspieler und Neuzugänge erhöhten die Gefahr vor dem gegnerischen Tor. Doch die aktuelle Form erzählt eine andere Geschichte: Die mangelnde Effizienz im Abschluss lässt das Team immer weiter in Richtung Abstiegszone rutschen.
Gegen Frankfurt gelang in der ersten Halbzeit keine nennenswerte Torchance, obwohl die Mannschaft defensiv kompakt blieb. Dieses Muster wiederholt sich seit Wochen – der letzte Sieg liegt bereits drei Monate zurück. Mit zehn Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz wird die Zeit knapp.
Die sieglose Serie des 1. FC Heidenheim verlängert sich damit auf 13 Spiele, und die Hoffnungen auf den Klassenerhalt schwinden zusehends. Die defensiven Schwächen und der ideenlose Angriff überschatten jeden taktischen Fortschritt der letzten Jahre. Ohne eine schnelle Wende sieht die Bundesliga-Zugehörigkeit des Vereins zunehmend gefährdet aus.