Hessen fördert Vertriebenenverband mit 150.000 Euro für kulturelles Erbe
Bela WinklerHessen fördert Vertriebenenverband mit 150.000 Euro für kulturelles Erbe
Das Land Hessen hat dem Bund der Vertriebenen (BdV), einer Interessenvertretung deutscher Vertriebener, Aussiedler und Spätaussiedler, 150.000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Förderung wurde offiziell von Innenminister Roman Poseck im Haus des Heimat in Wiesbaden überreicht. Die Mittel seien ein klares Zeichen der Unterstützung für die laufende Arbeit der Organisation, hieß es seitens der Behörden.
Der BdV-Landesverband Hessen bewahrt die Geschichten von Flucht, Vertreibung und Neuanfang. Mit regionalen Treffen, kulturellen Veranstaltungen und Diskussionsrunden hält er Traditionen lebendig. Zudem betreibt der Verband eine gemeinsame Landesgeschäftsstelle in Hessen, die einen Teil der Förderung erhalten wird.
Zu den Aktivitäten des BdV zählen jährliche Zusammenkünfte wie die Landesfrühjahrstagung am 23. März 2025 in Limburg-Linter, an der 26 stimmberechtigte Mitglieder sowie Gäste wie Leonie Hahn von der Egerland-Jugend Bayern teilnahmen. Ein Jahr später, am 22. März 2026, fand die Veranstaltung in Offenbach statt, wo der hessische Landesbeauftragte für Heimatvertriebene, Andreas Hofmeister, eine Rede hielt.
Die Mittel stammen aus dem Hessischen Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimat. Minister Poseck betonte, dass Erinnerung mehr als Worte brauche – sie benötige auch finanzielle Unterstützung. Die Förderung soll die Strukturen des BdV stärken und die Arbeit der Organisation langfristig sichern.
Die 150.000 Euro kommen der Bewahrung des kulturellen Erbes und des historischen Gedächtnisses zugute. Zudem werden die gemeinsame Landesgeschäftsstelle und lokale Projekte in ganz Hessen gefördert. Die Mittel unterstreichen das Engagement der Landesregierung, die Erfahrungen von Vertriebenen und ihren Nachkommen für die Zukunft zu bewahren.






