Hochgeschwindigkeitsstrecke Dresden–Prag: Bundesregierung beschleunigt Ost-Europa-Anbindung
Rebekka LangernHochgeschwindigkeitsstrecke Dresden–Prag: Bundesregierung beschleunigt Ost-Europa-Anbindung
Die deutsche Bundesregierung setzt Prioritäten bei der Verbesserung der Schienenverbindungen nach Osteuropa – mit besonderem Fokus auf die Hochgeschwindigkeitsstrecke Dresden–Prag. Das Projekt, das Berlin, Prag und Wien verbinden soll, hat nun eine entscheidende Phase erreicht: Die Planungsunterlagen wurden dem Bundestag vorgelegt. Bundeskanzler Friedrich Merz bezeichnete die Initiative als ein "wichtiges strategisches Interesse" Deutschlands.
Die Neubaustrecke umfasst einen 30 Kilometer langen Erzgebirgstunnel, der bereits im vergangenen Sommer von den tschechischen Behörden genehmigt wurde. Die Tschechische Republik investiert fast 1,9 Milliarden Euro in das Vorhaben, wobei der erste Abschnitt bis 2039 und die vollständige Fertigstellung bis 2045 geplant sind. Dies markiert einen bedeutenden Fortschritt seit den frühen 2000er-Jahren, während die Deutsche Bahn parallel Modernisierungsarbeiten vorantreibt – etwa die Sperrungen auf der Elbtalstrecke.
Sowohl die polnische als auch die tschechische Regierung haben die Frage verbesserter Schienenverbindungen offiziell bei Merz angesprochen. Bundeskanzler Olaf Scholz erörterte zudem mit den Ministerpräsidenten der ostdeutschen Länder die wirtschaftliche Entwicklung in der Region und unterstrich damit die Bedeutung des Projekts. Das Thema soll nun in den kommenden Kabinettssitzungen behandelt werden.
Die Strecke Dresden–Prag wird zu einem zentralen Verkehrs korridor werden und die Reisezeiten zwischen den drei Hauptstädten deutlich verkürzen. Deutsche Regierungsvertreter sehen darin eine unverzichtbare Aufwertung für Handel, Tourismus und regionale Zusammenarbeit.
Der Vorstoß der Bundesregierung für bessere Bahnverbindungen nach Osteuropa gewinnt an Fahrt. Mit gesicherten Finanzmitteln und laufender Planung liegt die Hochgeschwindigkeitsstrecke Dresden–Prag im Zeitplan für eine Fertigstellung bis 2045. Das Projekt spiegelt die umfassenderen Bemühungen wider, die Infrastrukturverbindungen zu Polen und Tschechien zu stärken.






