"Hütten für Halle": Wie Betonrohre zu Jugendtreffs mit begrünten Dächern werden
Vesna Döhn"Hütten für Halle": Wie Betonrohre zu Jugendtreffs mit begrünten Dächern werden
Ein neues Crowdfunding-Projekt in Halle verwandelt alte Betonrohre in geschützte Sitzbereiche für Jugendliche
Unter dem Namen "Hütten für Halle" soll mit der Initiative ruhige Freiflächen entstehen, an denen sich junge Menschen treffen können, ohne Lärm oder Störungen zu verursachen. Der erste Pilotstandort entsteht in der Nähe des Thüringer Bahnhofs.
Hinter dem Vorhaben steht die Bürgerstiftung Halle, die sich ein Spendenziel von 3.000 Euro gesetzt hat. Das Geld fließt in Transport, Aufstellung und Ausstattung der umfunktionierten Abflussrohre – nun "Sitzröhren" genannt. Jede Röhre wird mit Holzsitzbänken, Tischen und einem begrünten Dach ausgestattet, das mit trockenheitsresistenten Sukkulenten bepflanzt wird.
Ziel ist es, die lokale Infrastruktur zu verbessern und Jugendlichen einen eigenen Ort zum Austausch zu bieten. Die Organisatoren betonen, dass nicht nur Teenager, sondern auch Erwachsene und das gesamte Viertel von dem Projekt profitieren sollen. Bei Erfolg könnten die Sitzröhren die Sicherheit, das Gemeinschaftsgefühl und die Lebensqualität im Stadtteil steigern.
Sobald die Finanzierung gesichert ist, wird die erste Sitzröhre nahe des Thüringer Bahnhofs aufgestellt. Neben dem Schutz vor Wind und Wetter überzeugt das Design durch ökologische Elemente wie die begrünten Dächer. Die Kampagne zeigt, wie einfache und kostengünstige Lösungen sowohl soziale als auch ökologische Herausforderungen im städtischen Raum bewältigen können.






