05 April 2026, 02:14

IHK Halle-Dessau stellt Forderungen für Sachsen-Anhalts Wirtschaft vor der Landtagswahl 2026

Alte Karte von Karlsruhe, Deutschland, zeigt Gebäude, Bäume, Hügel und einen Fluss, mit Text auf einem Papier unten.

IHK Halle-Dessau stellt Forderungen für Sachsen-Anhalts Wirtschaft vor der Landtagswahl 2026

IHK Halle-Dessau legt Forderungen vor Landeswahl 2026 in Sachsen-Anhalt vor

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau hat ihre zentralen Forderungen im Vorfeld der Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt formuliert. Das am 25. März 2026 verabschiedete Positionspapier benennt Prioritäten für die Wirtschaft – von der Sicherung von Fachkräften bis hin zur Verbesserung der Infrastruktur. In den kommenden Monaten will die IHK diese Vorschläge mit Parteien, Kandidat:innen und der Öffentlichkeit diskutieren.

Im Papier werden drängende Herausforderungen für die regionale Wirtschaft hervorgehoben. Ein zentraler Punkt ist die Bewältigung des Fachkräftemangels durch bessere Nutzung bestehender Potenziale. Dazu zählen strengere Anforderungen an Erwerbsfähige, eine Stärkung der beruflichen Ausbildung sowie der Abbau von Hürden für Arbeitssuchende beim Einstieg in den Arbeitsmarkt.

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Auch die Energiepolitik steht im Fokus. Die IHK fordert eine stabile und bezahlbare Energieversorgung sowie technologieneutrale Förderung, um die Wettbewerbsfähigkeit industrieller Standorte zu sichern. Die Zukunft des Kraftwerks Schkopau und der Ausbau der Energieinfrastruktur – etwa durch Wasserstoffstrategien und CO₂-Abscheidung – werden als vorrangig eingestuft.

Im Bereich Innovation plädiert die IHK für bessere Förderprogramme, die speziell auf kleine und mittlere Unternehmen zugeschnitten sind. Zudem soll die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Betrieben intensiviert werden, um den Technologietransfer zu beschleunigen. Weitere Forderungen zielen auf Planungssicherheit bei Fördermitteln, schnellere Genehmigungsverfahren für Projekte sowie die Beseitigung von Rückstauen in Verkehrs-, Digital- und Versorgungsinfrastruktur ab – allesamt Maßnahmen, um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu steigern.

Die Bürokratie bleibt ein zentrales Problem. Die IHK drängt auf systematische Überprüfungen von Verwaltungsaufgaben und praxisnahere Gesetze, um Unternehmen zu entlasten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Internationalisierung: Mehr Offenheit, Diplomatie und Freihandel sollen Betrieben den Zugang zu neuen Märkten erleichtern.

Der aktuelle Landtag in Sachsen-Anhalt umfasst 97 Sitze; eine Veränderung der Größe für 2026 steht bisher nicht fest. Parallel zur IHK-Kampagne laufen jedoch Diskussionen über eine Stärkung der Rolle des Parlaments.

Die IHK wird ihre Vorschläge nun in die politische Debatte vor der Wahl 2026 einbringen. Unternehmen in Sachsen-Anhalt fordern klarere Linien in Arbeitsmarkt-, Energie- und Infrastrukturpolitik, um Wachstum zu fördern. Mit ihrem Engagement will die Kammer die wirtschaftliche Agenda der nächsten Landesregierung maßgeblich mitgestalten.

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