19 June 2026, 12:14

Jan van Aken verlässt die Linke – sein kurzer Aufstieg verändert die Partei

Bald wieder im Hoodie zu sehen

Jan van Aken verlässt die Linke – sein kurzer Aufstieg verändert die Partei

Jan van Aken tritt mit 65 Jahren als Vorsitzender der Linken zurück. Seine kurze, aber prägende Amtszeit sah einen sprunghaften Anstieg der Umfragewerte der Partei – von zuvor 2 bis 3 Prozent auf 8,8 Prozent innerhalb weniger Monate. Bei der Bundestagswahl im Februar 2025 stimmten über 700.000 ehemalige Wähler der Grünen für die Linke, maßgeblich dank seines Engagements.

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Van Aken, mit einer Körpergröße von fast zwei Metern, ragte wortwörtlich über seine Co-Vorsitzende Ines Schwerdtner hinaus. Bei einer Presseveranstaltung enthüllte er schmunzelnd einen schwarzen Kasten, auf dem sie gestanden hatte, und zog mit seinem trockenen Humor die Aufmerksamkeit auf sich: „Wir haben euch zwei Jahre lang an der Nase herumgeführt.“

Gemeinsam mit Heidi Reichinnek erweiterte er die Anziehungskraft der Partei auf ältere Wähler:innen. Zudem etablierten sie die Linke als glaubwürdige Stimme in der Außenpolitik. Öffentlich dankte van Aken Schwerdtner für ihre „absolut herausragende Arbeit“ während ihrer gemeinsamen Amtszeit.

Trotz seiner kurzen Führungszeit prägte van Aken die Ausrichtung der Partei nachhaltig. Sein Rückzug ebnet nun Luigi Pantisano den Weg, der auf dem anstehenden Parteitag in Potsdam voraussichtlich sein Nachfolger werden wird.

Unter van Akens Führung gewann die Linke deutlich an Einfluss. Seine Fähigkeit, enttäuschte Grünen-Wähler:innen anzusprechen, war ein Schlüsselfaktor für den jüngsten Aufstieg der Partei. Der kommende Parteitag in Potsdam wird schließlich über seine Nachfolge entscheiden.

Quelle