Junge Union fordert radikale Steuerreform mit über 20 Milliarden Entlastung
Dorit GierschnerJunge Union fordert radikale Steuerreform mit über 20 Milliarden Entlastung
Johannes Winkel, Vorsitzender der Jungen Union, hat Politiker aufgefordert, bei der Steuerreform ehrgeizigere Ziele zu verfolgen. Seiner Meinung nach lohne sich der politische Aufwand nicht für eine bescheidene Reform, die der Bevölkerung kaum Vorteile bringe.
Winkel lobte kürzlich die Rentenkommission als Beispiel dafür, was möglich ist, wenn Parteien konstruktiv zusammenarbeiten. Doch bei der Steuerreform bestehe er darauf, dass nur eine Entlastung von über 20 Milliarden Euro wirklich spürbare Wirkung entfalte.
Er unterstützt einen Vorschlag von Yannick Bury und Florian Dorn, der bereits im April vorgelegt wurde: Steuern sollen gesenkt und staatliche Subventionen schrittweise abgebaut werden. Winkels Position ist klar: Subventionen müssten flächendeckend und branchenübergreifend reduziert werden – nicht gezielt für einzelne Wirtschaftszweige. Nur so entstehe fairer Wettbewerb, statt bestimmte Sektoren zu bevorzugen.
Vor der Sommerpause warnt Winkel die Koalitionsspitzen vor voreiligen, halbherzigen Kompromissen. Stattdessen fordert er entweder eine mutige Reform nach der Pause – oder den kompletten Abbruch des Vorhabens. Zwar zieht er keine roten Linien, betont aber, dass der Prozess von Ehrgeiz geprägt sein müsse. Seine Botschaft ist unmissverständlich: Die Steuerreform muss substanzielle Ergebnisse liefern oder ganz unterbleiben. Ein gerechter, sektorübergreifender Subventionsabbau und spürbare finanzielle Entlastung sind seine zentralen Forderungen. Ohne diese sieht er keinen Sinn darin, den Plan weiterzuverfolgen.
