Junge Union fordert Rentenkürzung für mehr BAföG und Elterngeld
Johannes Winkel, Vorsitzender der Jungen Union (CDU), hat die Bundesregierung aufgefordert, die geplanten Rentensteigerungen zu kürzen. Sein Argument: Eine geringere Erhöhung würde die Finanzierung von BAföG-Förderungen und Elterngeld sichern. Der Vorstoß kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Minister vor schwierigen Entscheidungen für den Haushalt des kommenden Jahres stehen.
Winkel schlägt vor, die Renten nur um drei Prozent zu erhöhen – statt des ursprünglich vorgesehenen, höheren Satzes. Selbst in dieser Höhe läge die Anpassung noch über der Inflationsrate. Durch diese Maßnahme würden rund fünf Milliarden Euro für andere Prioritäten frei.
Er kritisierte den aktuellen Kurs der Regierung, der unter anderem die Streichung einer geplanten BAföG-Erhöhung sowie Kürzungen beim Elterngeld vorsieht. Mit einem direkten Appell an die Verantwortlichen sagte er: „Reißt euch zusammen – im Interesse der jüngeren Generation.“
Die eingesparten Mittel könnten stattdessen für die Anpassung der BAföG-Wohnkostenzuschüsse und den Erhalt der Elterngeldleistungen verwendet werden. Winkel betont, dass eine gedämpfte Rentenentwicklung die gerechtere Lösung sei, um den Haushalt auszugleichen, als Kürzungen bei Familien und Studierenden vorzunehmen.
Eine Rentenanpassung von drei Prozent würde die Inflation weiterhin übersteigen und gleichzeitig Milliarden sparen. Das freiwerdende Geld könnte die geplante BAföG-Erhöhung finanzieren und Kürzungen beim Elterngeld verhindern. Winkels Plan verlagert die Last damit weg von den Jüngeren – hin zu einer moderateren Rentenpolitik.






